Dallas. Nach dem grandiosen Sieg gegen Meister Golden State Warriors ist bei den Texanern der Faden gerissen.

Mit zwei Niederlagen sind Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks ins neue Jahr gestartet. Einen Tag nach dem deutlichen 82:106 bei den Miami Heat riss für die Texaner auch die Serie von fünf Heimsiegen in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA: Gegen die New Orleans Pelicans setzte es am Sonnabend (Ortszeit) ein 98:105. Nowitzki war mit 24 Punkten bester Werfer der Gastgeber, konnte aber die 15. Niederlage im 34. Saisonspiel nicht verhindern. Dennoch behaupteten die Mavs als Fünfter im Westen einen Playoff-Rang.

Einen Sieg konnte dagegen Tibor Pleiß mit den Utah Jazz feiern. Gegen die Memphis Grizzlies gelang dem Team ein 92:87-Erfolg nach Verlängerung. Reservist Pleiß kam dabei mehr als 17 Minuten zum Einsatz, so lange wie noch nie in seiner NBA-Karriere. Der Center erzielte sechs Punkte und holte zudem sechs Rebounds - jeweils NBA-Bestwerte für den deutschen Nationalspieler. Die Jazz liegen derzeit auf Rang sieben in der Western Conference.

Die Mavericks hatten zum Jahresende noch mit dem 114:91 gegen Meister Golden State Warriors geglänzt. Der Auftakt 2016 in Miami geriet dann aber zum Debakel. „Das war offensiv wie defensiv einfach schlecht“, sagte Nowitzki zum Ende der vier Spiele anhaltenden Erfolgsserie. „Wir haben zwar versucht, weiter zu kämpfen, doch immer wenn wir die Chance auf einen Run hatten, haben wir entweder einen dummen Fehler gemacht oder sie haben einen schwierigen Wurf getroffen.“

Auch Rick Carlisle war nach dem enttäuschen Auftritt in Florida restlos bedient. „Der Hauptgrund für den Klassenunterschied war einfach, dass Miami viel aggressiver und fokussierter war als wir. So kann man nicht gewinnen“, analysierte der erfahrene Trainer.

Der 37 Jahre alte Nowitzki hatte sich dem Niveau seiner Mitspieler angepasst. Der Würzburger kam nur auf elf Punkte, traf bei lediglich vier seiner 14 Würfe aus dem Feld. Die Wurfquote der Texaner lag mit 36,4 Prozent unter dem Durchschnitt.

Auch gegen die Pelicans, für die Anthony Davis (31) am häufigsten traf, fehlte Dallas sichtlich die Entschlossenheit. Nowitzki war zwar der Topscorer, traf aber dennoch nur acht seiner 21 Würfe. Er haderte zudem mit einer umstrittenen Entscheidung von Schiedsrichter Tony Brown kurz vor Schluss. „Für mich brachte der Pfiff die Entscheidung. Es war noch fast weniger als eine Minute zu spielen und der Rückstand hat sich von drei auf fünf Punkte erhöht. Ich habe ihm gesagt: "Wenn du diese Entscheidung triffst, musst du 100 Prozent sicher sein. Sonst verpfeifst du das Spiel"“, meinte Nowitzki.

„Das nervt einfach“, sagte Nowitzkis Kollege Wesley Matthews nach dem erneuten Rückschlag. „Wir haben in Miami nicht gut gespielt und auch heute haben wir über weite Strecken nicht gut gespielt. Ich weiß nicht, woran es liegt, dass wir keine Konstanz reinbekommen.“