Leichtathletik

Hammerwerfer vermisst nach Weltmeister-Feier Goldmedaille

Auf diesem Bild hat Hammerwerfer Pawel Fajdek seine Goldmedaille noch – kurz nach der Übergabe

Auf diesem Bild hat Hammerwerfer Pawel Fajdek seine Goldmedaille noch – kurz nach der Übergabe

Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images for IAAF

Der polnische Weltmeister im Hammerwerfen ist nach der Siegesfeier ohne seine Goldmedaille aufgewacht. Sie lag offenbar noch im Taxi.

Peking.  Hammerwurf-Weltmeister Pawel Fajdek hat seine Titelverteidigung bei der Leichtathletik-WM offenbar etwas zu ausgiebig gefeiert. Medienberichten zufolge ist der Pole am Dienstag in seinem Pekinger Hotelzimmer ohne seine gerade erst gewonnene Goldmedaille aufgewacht.

Sicher ist: Der 26-Jährige ließ es am Vorabend auf einer Party krachen, die der Hauptsponsor des polnischen Verbandes zu seinen Ehren und zu Ehren der beiden Stabhochspringer Pawel Wojciechowski und Piotr Lisek gegeben hatte. Sicher ist auch: Fajdek fuhr danach ziemlich angetrunken mit dem Taxi zurück ins Hotel.

Doch was passierte dann?

Was genau dann passierte, darüber gehen die Berichte auseinander. Polnische Medien schrieben, der Hammerwerfer habe seine Medaille schlicht im Taxi liegenlassen. Der chinesische Onlinedienst „Tencent“ berichtet, Fajdek habe nicht genug Geld bei sich gehabt - und seine Taxirechnung daraufhin mit glänzendem Edelmetall beglichen.

Nach dem Aufwachen rief der Weltmeister die Polizei, die machte den Taxifahrer ausfindig, die Goldmedaille ist wieder da. Nur kam im Lauf des Tages auch die ganze skurrile Geschichte ans Licht - und Fajdek musste am Abend im Stadion einige peinliche Nachfragen beantworten. Er selbst sagt dazu gar nichts, kein Dementi, keine Bestätigung. Der Pole fliegt jetzt als alter und neuer Weltmeister nach Hause - aber auch als Lachnummer dieser WM.