Nach Feuerzeugwurf

Auch zwei Leipziger bei Pokalspiel in Osnabrück verletzt

Osnabrücks Präsident Hermann Queckenstedt (l.) wandte sich nach dem Spielabbruch gegen Leipzig noch im Stadion an die VfL-Fans

Osnabrücks Präsident Hermann Queckenstedt (l.) wandte sich nach dem Spielabbruch gegen Leipzig noch im Stadion an die VfL-Fans

Foto: Witters

VfL-Präsident Queckenstedt versucht bislang vergebens, Schiedsrichter Petersen zu erreichen. Osnabrück antwortet auf Vorschlag von RB.

Osnabrück/Leipzig. Fußball-Drittligist VfL Osnabrück hat den Behörden bei den Untersuchungen nach dem abgebrochenen Pokalspiel gegen Zweitligist RB Leipzig die volle Unterstützung zugesichert. "Das Werfen von Gegenständen sowie unsportliches Verhalten im Allgemeinen verurteilen wir auf das Schärfste und werden alles in unserer Macht stehende unternehmen, um zur völligen Aufklärung des Sachverhalts beizutragen", sagte VfL-Präsident Hermann Queckenstedt.

Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart) war von einem aus dem Osnabrücker Fanblock geworfenen Feuerzeug am Kopf getroffen worden. Die Partie wurde daraufhin in der 71. Minute beim Stand von 1:0 für Osnabrück abgebrochen. Petersen erlitt dabei eine leichte Gehirnerschütterung.

"Neben der Analyse der gestrigen Vorkommnisse liegt uns die Entschuldigung bei Schiedsrichter Martin Petersen am Herzen. Bisher konnte ich noch nicht persönlich mit ihm sprechen, das ist mir allerdings ein dringendes Bedürfnis. Ich werde weiterhin versuchen, ihn telefonisch zu erreichen. Wir sind erleichtert, dass Herr Petersen offenbar keine nachhaltigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen davon getragen hat", sagte Queckenstedt.

VfL findet Leipzigs Idee gut

Über die Spielwertung entscheidet nun das DFB-Sportgericht. Leipzig hat den Vorschlag gemacht, das Erstrundenspiel zu wiederholen und stößt damit in Osnabrück auf offene Ohren. "Das Angebot von RB Leipzig, ein Wiederholungsspiel auszutragen und eine sportliche Entscheidung herbeizuführen, haben wir heute Morgen wohlwollend zur Kenntnis genommen", sagte VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend, der harte Strafen für den oder die Täter ankündigte: "Sobald die tatsächlich Verantwortlichen durch die Polizei ermittelt sind, werden wir sie im Rahmen unserer Möglichkeiten zur Rechenschaft ziehen."

Unterdessen hat RB Leipzig nach dem Pokalspiel zwei verletzte Spieler zu beklagen. Wie der Verein am Dienstag mitteilte, erlitt Innenverteidiger Atınç Nukan eine Kapsel- und Bandverletzung an der Patellasehne im linken Knie und fällt mindestens drei Wochen aus. Der Österreicher Stefan Hierländer muss aufgrund einer starken Prellung des Wadenbeinköpfchens im rechten Knie mehrere Tage aussetzen. Damit wird Hierländer voraussichtlich beim Auswärtsspiel am Samstag gegen Eintracht Braunschweig fehlen.