Abstiegskampf

Karten für Saisonfinale in Paderborn kosten bis zu 1800 Euro

Zwischen 340 und 1800 Euro wurden auf einschlägigen Internetportalen für Karten in der Benteler-Arena geboten.

Paderborn/Stuttgart.  Die Tickets für das Abstiegs-Endspiel des SC Paderborn gegen den VfB Stuttgart am Sonnabend werden im Internet zu Wucherpreisen verkauft. Zwischen 340 und 1800 Euro wurden am Dienstag auf einschlägigen Internetportalen für Karten im 15.000-Zuschauer-Stadion, der Benteler-Arena, geboten.

Der Tabellen-18. aus Paderborn hat auf dem Papier die mit Abstand schlechtesten Karten und ist auf Schützenhilfe des HSV-Gegners FC Schalke 04 angewiesen. Nur wenn der HSV nicht gewinnt, haben die Ostwestfalen eine Chance auf die Relegation. Der direkte Klassenerhalt ist höchst unwahrscheinlich.

Was Paderborn bleibt, ist in erster Linie der psychologische Vorteil, rein gar nichts mehr zu verlieren zu haben. Die Unterstützung der Fans im engen Paderborner Stadion wird bedingungslos sein, um das Wunder vielleicht doch noch zu schaffen. Trainer André Breitenreiter zeigt sich unbeirrt kämpferisch: „Die Jungs werden wieder aufstehen und in unserem Stadion eine Top-Leistung abliefern.“

Nach dem monatelangen Zittern um den Klassenverbleib sieht sich der Gegner aus Stuttgart nach dem Sieg gegen den HSV gut aufgestellt für den Showdown in der Bundesliga. „Wir sind emotional gut gerüstet für alle Fälle. Wir haben in dieser Saison schon alles erlebt“, sagte VfB-Sportvorstand Robin Dutt wenige Tage vor dem letzten und entscheidenden Saisonspiel.

Wie in den Wochen zuvor setzt man in Stuttgart vor allem auf Ruhe. „Es ist auch ein Ausdruck, wenn Du sagst, wir fühlen uns mit dem, was wir machen, gut.“ Dennoch räumte Dutt ein, dass der Puls ein oder zwei Schläge mehr mache als normalerweise, denn: „Jetzt geht es um die Entscheidung.“ Mit dem ersten Auswärtssieg im Jahr 2015 wären die Schwaben definitiv gerettet. „Wir können nicht darauf hoffen, dass uns die Konkurrenz hilft. Wir dürfen uns nur auf uns verlassen. Wir müssen auf Sieg spielen“, so Dutt.