Olympia

Bostons Kandidatur wackelt - Kiel wirbt für Hamburg

So stellen sich die Bostoner Planer das Olympiastadion vor

So stellen sich die Bostoner Planer das Olympiastadion vor

Foto: City of Boston

Noch ist unsicher, ob die USA die Ostküsten-Metropole ins Rennen um die Sommerspiele 2024 schickt. Kieler Woche steht für Hamburg ein.

Hamburg/Boston. Hamburgs Olympiakonkurrent Boston kämpft weiter mit internen Problemen. Angela Ruggiero, IOC-Mitglied und Vorstandsmitglied des nationalen Olympischen Komitees (USOC), erklärte am Montag, es gebe "keine Garantie", dass Boston der offizielle US-Kandidat für die Austragung der Spiele 2024 werde.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, dass aufgrund der mangelnden Rückendeckung in der Bostoner Bevölkerung ein Wechsel der Ausrichterstadt in Erwägung gezogen werde. Dies wurde vom USOC allerdings stets dementiert. Boston hatte sich in der Vorauswahl gegen Los Angeles, San Francisco und Washington durchgesetzt.

"Wir stehen zu 100 Prozent hinter der Bewerbung Bostons um Olympische und Paralympische Spiele", sagte USOC-Geschäftsführer Scott Blackmun dem Branchendienst insidethegames, angesprochen auf die Aussage Ruggieros: "Es entspricht nicht der Wahrheit, dass wir Boston gefragt haben zurückzutreten, oder dass wir eine andere Stadt in Erwägung ziehen."

Kieler Woche wirbt für Hamburg

Neben Boston und Hamburg haben auch Paris und Rom ihre Bewerbungen für Olympia 2024 angekündigt. Im Hamburger Komitee ist man derweil weitaus zuversichtlicher als in Boston.

In diesem Zuge betonten am Dienstag Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Hamburgs Innen- und Sportsenator Michael Neumann, dass die 121. Kieler Woche vom 20. bis 28. Juni ganz im Zeichen der deutschen Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 stehe. Zur weltgrößten Segelveranstaltung werden rund 3500 Sportler sowie rund 3,5 Millionen Besucher erwartet.

Kronprinz Frederik schaut auf Hamburg

Neumann nannte Kiel einen „starken Partner auf Augenhöhe“, der international für Weltklasse-Segelsport stehe und „mit Wimbledon für den Tennissport“ vergleichbar sei. Kämpfer versprach: „Kiel wird die deutsche Bewerbung mit großem Engagement und großen Segelereignissen nach vorne bringen.“

Auch noch weiter nordwärts gibt es Befürworter der Hamburger Kandidatur. So betonte Dänemarks Kronprinz Frederik bei einem Besuch in der Hansestadt, als Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees die Bewerbung Hamburgs mit großem Interesse zu verfolgen. (sid/dpa/HA)