Boxen

Ausschreitungen und wieder ein Biss bei Mayweathers WM-Sieg

Der Superstar erhielt eine Million Dollar pro Minute. Doch Floyd Mayweather jr. beschuldigte Marcos Maidana, ihn gebissen zu haben.

Las Vegas/Hamburg. Box-Superstar Floyd Mayweather jr. hat seinen 47. Kampf in Serie gewonnen und seine Weltmeistertitel der Verbände BA und WBC verteidigt. Vor zahlreichen Prominenten in Las Vegas besiegte der 37 Jahre alte „Pretty Boy“ den Argentinier Marcos Maidana im Rematch über zwölf Runden einstimmig nach Punkten. Seit seinem Olympiasieg 1996 in Atlanta hat der Champion im Welter- und Halbmittelgewicht nicht mehr verloren. Die Punktwertung lautete 116:111, 116:11 und 115:112 für Mayweather.

In der achten von zwölf Runden des hart geführten Duells beschuldigte Mayweather seinen Gegner, ihm ins Handgelenk gebissen zu haben. „Nach der achten Runde waren meine Finger taub. Ich konnte die linke Hand kaum noch benutzen“, sagte der Champion. Maidana wies die Vorwürfe zurück.

2015 will Mayweather, der als bestverdienender Sportler der Welt gilt, seine Karriere beenden, bis dahin plant er noch zwei weitere Kämpfe. Sollte er die gewinnen, würde er die Rekordmarke des ehemaligen Schwergewichtschampions Rocky Marciano (49 Siege/43 K.o.) einstellen.

Am Rande des Kampfes gegen Maidana, den Mayweather von Beginn an klar dominierte, kam es rund um den MGM Garden erneut zu schweren Ausschreitungen. Bereits beim ersten Duell der beiden Boxer im Mai waren etliche Zuschauer bei ähnlichen Unruhen vor dem Garden schwer verletzt worden.

Mayweather erhielt rund 36 Millionen Dollar für den Kampf, also eine Million pro Kampfminute. In den vergangenen zwölf Monaten erhielt er für zwei Kämpfe und insgesamt 72 Minuten im Ring rund 105 Millionen US-Dollar Gage (zirka 81,1 Millionen Euro).