Nach Ausschreitungen im Pokal

Hamburger Fußball Verband sperrt GSK Bergedorf

Lesedauer: 2 Minuten

Der Hamburger Fußball Verband hat den Hansa-Landesligisten GSK Bergedorf für die restliche Spielzeit vom Spielbetrieb ausgeschlossen.

Der Hamburger Fußball Verband hat Landesligist GSK Bergedorf bis zum Ende der aktuellen Spielzeit vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Dies gab der HFV auf der Urteilsverkündung der Verhandlung über die Geschehnisse nach dem Oddset-Pokalspiel zwischen dem GSK und dem SC Concordia (7:8 nach Elfmeterschießen) bekannt.

Damals musste das Schiedsrichtergespann um Schiedsrichter Adrian Höhns (TuS Dassendorf) und die Linienrichter Sven Dembkowski (VfL Lohbrügge) und Maximilian Flatau (SC Schwarzenbek) unter Polizeischutz vom GSK-Sportplatz eskortiert werden. Sowohl die Verantwortlichen, als auch einige Anhänger der Bergedorfer fühlten sich nach Spielende durch einige Entscheidungen von Schiedsrichter Höhns erheblich benachteiligt, sodass einige der GSK-Zuschauer nach dem Spiel zur Selbstjustiz griffen und das Gespann verfolgten. Linienrichter Debkowski soll sogar von einem Anhänger des Clubs vom Ladenbeker Weg geschlagen worden sein. Ob auch Spieler der Bergedorfer bei der „Hetzjagd” auf die Schiedsrichter dabei waren, ist nicht bekannt.

Nach dem Pokalaus mit den anschließenden Ausschreitungen sowie dem Fehlstart in die Landesliga Hansa (GSK holte in den ersten drei Spielen keinen Punkt) traten Ex-Coach und Mäzen Durak Demir sowie Manager Sascha Rohde zurück und hinterließen nur eine große Baustelle in der Führungsetage des Vorjahres-Viertelfinalisten des Hamburger Oddset Pokals.

Zuletzt fing sich der Sechsligist hingegen zumindest sportlich wieder, holte aus den letzten vier Spielen zehn Punkte und findet sich nun nach sieben Spieltagen im Mittelfeld der Tabelle wieder. Maßgeblichen Anteil daran hat Trainer Hakan Karadiken, der in den vergangenen Wochen die angespannte Stimmung beim GSK beruhigte und den sportlichen Erfolg zurück an den Ladenbeker Weg holte.

Karadiken kündigte weiterhin an Einspruch gegen das Urteil des HFV einzulegen. Damit ist das Urteil noch nicht rechtskräftig und die Landesliga-Partie zwischen GSK und dem FC Türkiye am kommenden Sonntag (15.00 Uhr, Landesgrenze) wird auf jeden Fall stattfinden. Ob das Spiel jedoch gewertet wird ist noch unsicher.

Der Ausschluss vom Spielbetrieb ist gleichbedeutend mit dem Zwangsabstieg in die Bezirksliga, in der die Bergedorfer in der kommenden Spielzeit neu beginnen müssen. Neben dem Vereins-Urteil verhängte der HFV noch Tätigkeitsstrafen gegen Offizielle der Bergedorfer. Unter anderem wurde Ex-Trainer Demir für mehrere Jahre gesperrt.