Sommertransfer beim HSV

Neuer Torwart: Drobny besteht Medizin-Check beim HSV

Herthas Schlussmann Jaroslav Drobny war bereits in Hamburg und hat seine medizinische Tauglichkeit bescheinigt bekommen.

Hamburg. Es fehlt nur noch die Unterschrift: Hertha-Torwart Jaroslav Drobny hat am Freitag in Hamburg den üblichen Medizin-Check bestanden und wird aller Voraussicht nach zum HSV wechseln.

Nach Informationen von „Sport Bild“-Online hat Fußball-Bundesligist Hamburger SV dem Berliner Schlussmann einen Vierjahresvertrag angeboten. Drobnys Berater Lars-Wilhelm Baumgarten habe ein Treffen des tschechischen Torhüters am Donnerstag mit dem HSV-Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann und Sportdirektor Bastian Reinhardt bestätigt. „Eine Entscheidung wird Anfang nächster Woche fallen“, sagte Baumgarten. Die Hanseaten wollen mit der Verpflichtung des ablösefreien 30-jährigen Keepers von Hertha BSC nach offiziellen Aussagen den Konkurrenzdruck auf den 37 Jahre alten Stammtorhüter Frank Rost erhöhen.

Im sich anbahnenden Kampf um die Nummer eins im Tor des HSV hat sich der ehemalige HSV-Keeper Uli Stein auf die Seite von Frank Rost geschlagen. "Wenn ich mich entscheide, einen weiteren Torwart dazuzunehmen, dann hole ich keinen 30-jährigen, sondern einen mit 23 oder 24 Jahren", sagte Stein der Bild-Zeitung und spielte damit auf die vom HSV angestrebte Verpflichtung von Jaroslav Drobny vom Bundesliga-Absteiger Hertha BSC Berlin an. Stein weiter: "Drobny ist ein Klassetorwart, aber nicht besser als Frank."

Rost, der am Mittwoch 37 Jahre alt wurde und dessen Vertrag noch bis zum Saisonende läuft, galt bislang als feste sportliche Größe beim Bundesliga-Gründungsmitglied. Allerdings hatte es in der vergangenen Spielzeit mehrfach atmosphärische Störungen zwischen dem Sachsen und der Klubführung gegeben.

DISKUSSIONEN UM FRANK ROST

So hatte sich der Schlussmann öffentlich gegen die Verpflichtung des Spielerberaters Roman Grill als HSV-Sportdirektor ausgesprochen. Ein ohne Absprache mit Ex-Trainer Bruno Labbadia organisierter Kinoabend hatte ebenfalls Missfallen an der Vereinsspitze ausgelöst.

Bislang haben die Norddeutschen, die noch bis Sonntag ein Trainingslager in List auf Sylt absolvieren, noch keinen neuen Spieler verpflichtet. Auf jeden Fall ersetzt werden soll beim HSV der zu Manchester City gewechselte Nationalspieler Jerome Boateng. Auch auf der rechten Abwehrseite sowie im Mittelfeld sieht man bei den Hamburgern Handlungsbedarf.