HTHC-Damen zeigten sich vom Trainerabschied unbeeindruckt

Hamburg. Wie er so auf der Bank saß, sein Team lautstark dirigierte, die Hände ein ums andere Mal vor Wut auf die Knie schlug, dann aufsprang und wild gestikulierend einzugreifen versuchte, da wirkte Peter Krueger nicht wie einer, der schon abgeschlossen hat mit seiner Aufgabe. Es war das erste Wochenende, nachdem der 45-Jährige bekannt gegeben hatte, dass er nach der Saison seinen Trainerposten bei den Bundesliga-Hockeydamen des Harvestehuder THC aufgeben und zum Lokalrivalen Klipper THC wechseln würde. Aber wer erwartet hatte, dass seine Mannschaft unter dem Eindruck dieser Ankündigung einbrechen würde, der sah sich schnell eines Besseren belehrt. Zwar holten die Schwarz-Gelben beim 3:4 nach Penaltyschießen gegen Rot-Weiß Köln und beim 1:3 gegen den Düsseldorfer HC nur einen Zähler und müssen die Qualifikation für die Endrunde der besten vier bei vier Zählern Rückstand und vier noch ausstehenden Spielen fast schon abhaken. Dennoch zeigte das Team Charakter und den Willen, dem nach 20 Jahren scheidenden Coach einen guten Abschied zu bereiten. "Ich kann den Mädels nur ein Riesenkompliment machen", sagte der Trainer, "wir hatten uns geschworen, alles auszublenden. Das ist gelungen."

Große Schritte in Richtung Endrunde machten der Tabellenzweite Uhlenhorster HC, der in Rüsselsheim 2:1 und in Nürnberg 3:0 siegte und theoretisch noch einen Punkt zur Qualifikation benötigt, und der Club an der Alster. Das Team von Jens George ergriff mit Siegen gegen die direkten Konkurrenten Düsseldorf (3:2) und Köln (2:1) die letzte Chance und hat auf Rang fünf nur noch einen Zähler Rückstand auf die Top vier. "Wir haben jetzt wieder Vertrauen in unsere eigene Stärke. So ein Wochenende haben wir gebraucht", sagte Abwehrchefin Lea Loitsch.