Stormarn
Nach 2:7-Niederlage

Ahrensburgs Tennisherren 30 peilen Wiederaufstieg an

Kasper Warming vom THC Ahrensburg bezwang in Leverkusen überraschend den Italiener Giancarlo Petrazzuolo

Kasper Warming vom THC Ahrensburg bezwang in Leverkusen überraschend den Italiener Giancarlo Petrazzuolo

Foto: Thomas Jaklitsch

„Irgendwann ist das Glück aufgebraucht“, sagte Mannschaftsführer Borgstede nach dem Abstieg in die Regionalliga. Team bleibt zusammen.

Ahrensburg. Als Lars Borgstede auch den letzten Teamkollegen in Hamburg abgesetzt hatte, waren seit der entscheidenden Niederlage schon rund 20 Stunden vergangen. 20 Stunden, in denen die Tennisherren 30 den Abstieg aus der Bundesliga zumindest ansatzweise verdauen konnten. Und Stunden, in denen ein Versprechen reifte. „Nach den ersten Stimmen bleiben alle an Bord, sodass wir mit dieser Mannschaft in der Regionalliga angreifen können“, sagte der Teamführer nach der Rückfahrt aus dem Rheinland.

Die Stormarner haben gute Gründe, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Denn die Saison endete zwar mit einer 2:7-Niederlage beim RTHC Bayer Leverkusen, doch es war „eigentlich eine gute Saison“, so Borgstede. „Wir haben immer mitgehalten, wurden nie abgeschossen. Das war im letzten Jahr noch ganz anders. Wir hätten den Klassenerhalt eher in diesem Jahr verdient gehabt, als im letzten.“

Nur drei Matchpunkte fehlten zum Klassenerhalt

Mit dem Schicksal, nur aufgrund der Winzigkeit von drei Matchpunkten abgestiegen zu sein, wollte Borgstede aber nicht hadern. „Wir hatten jetzt drei Jahre ganz schön viel Glück. Irgendwann ist das Glück aufgebraucht.“ Auch in Leverkusen gaben teilweise nur kleine Details den Ausschlag, etwa bei Borgstedes knapper Niederlage im Match-Tiebreak. Da half auch nicht mehr, dass Kasper Warming nach überragender Leistung Giancarlo Petrazzuolo bezwang – der Italiener hatte bislang in drei Jahren für die Leverkusener kein einziges Match verloren.

„Es waren unglaubliche Jahre mit tollen Matches und sensationellen Heimspielen vor teilweise 500 Zuschauern“, sagte Borgstede – „und wir sind uns einig, dass wir da noch mal hin wollen.“

Alle Ergebnisse, Einzel: Francesco Aldi (Leverkusen) – Felipe Parada (Ahrensburg) 3:6, 3:6; Giancarlo Petrazzuolo – Kasper Warming 2:6, 4:6; Martijn van Haasteren – Michael Jeglinski 6:1, 7:5; Benjamin Kohllöffel – Jaska Krüger 6:2, 6:4; Ulrich Tippenhauer – Jochen Werner 6:3, 7:5; Arnd Caspari – Lars Borgstede 6:4, 4:6, 10:6; Doppel: Aldi/Petrazzuolo – Parada/Krüger 6:2, 6:3; van Haasteren/Kohllöffel – Warming/Jeglinski 6:2, 1:6, 10:3; Tippenhauer/Caspari – Werner/Nils Käselau 6:3, 6:1.