Umweltschutz

Grundschülerinnen überreichen Bürgermeister Unterschriften

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Luisa (links) und Milla überreichen Björn Warmer die Unterschriften, die sie für die Tannen an ihrer Straße gesammelt haben.

Luisa (links) und Milla überreichen Björn Warmer die Unterschriften, die sie für die Tannen an ihrer Straße gesammelt haben.

Foto: Penelope Friebel/Stadt Reinbek

Luisa (9) und Milla (7) kämpfen für die Tannen an ihrer Straße. Bürgermeister Björn Warmer will den beiden Mädchen alles erklären.

Reinbek. Aufgeregt waren Luisa Langbehn (9) und Milla Buske (7) schon bei ihrem Termin mit Bürgermeister Björn Warmer: Die beiden Grundschülerinnen haben ihm jetzt vor dem Rathaus ihren Brief und die Unterschriftenliste übergeben. Wie berichtet, haben die beiden 57 Unterschriften für den Erhalt und die Nachpflanzung von Bäumen an der Tannenallee gesammelt. Außerdem wenden sie sich dagegen, dass dort unpassende Neubauten errichtet werden. „Klar, wir waren aufgeregt“, erzählt die neunjährige Luisa. „Aber der Bürgermeister war ganz nett. Er wollte wissen, was wir gemacht haben und hat sich von uns alles genau erklären lassen.“

Grundschülerinnen übergeben Reinbeks Bürgermeister eine Unterschriftenliste

Die Mädchen sind traurig, weil die Bäume vielen Tieren Lebensraum geboten haben. Sie wünschen sich, dass sie zumindest nachgepflanzt werden. Zu ihrer Zufriedenheit nahm sich Björn Warmer die Zeit, die beiden Mädchen anzuhören und nahm die Liste und das Schreiben der beiden entgegen. „Immerhin zweieinhalb Seiten mit Unterschriften haben die beiden gesammelt“, berichtete er unserer Redaktion. „Das ist doch beachtlich!“

Dass der Bürgermeister, selbst Vater von vier Kindern, die Anliegen der Kinder ernst nehme und die Schreiben der jungen Reinbeker beantworte, sei selbstverständlich. „Wir sind für sie da und helfen, wo wir können“, sagt der Verwaltungschef. „Und es ist sehr wichtig, dass sie Zutrauen zum Rathaus gewinnen.“

"Bald stehen an der Tannenallee gar keine Tannen mehr"

20- bis 25-mal habe er schon von den Jüngsten der Stadt Post erhalten. Björn Warmer hat sich die Situation an der Tannenallee in Neuschönningstedt schon einmal angeschaut, will sich in der kommenden Woche vom Bau- und dem Umweltamt auf den aktuellen Stand bringen lassen, bevor er einen weiteren Termin mit den beiden umweltinteressierten Grundschülerinnen ausmacht, um ihnen kindgerecht die Lage zu erläutern. „Ich werde ihnen wohl ein paar ausgedruckte Fotos von anderen Wohngebieten mitbringen“, sagte er.

Die Tannenallee ist geprägt von Einzelfamilienhäusern mit großen Gärten und hohen Nadelbäumen. Auf einem Grundstück, auf dem zuvor ein Einzelhaus stand, werden gerade drei Doppelhäuser errichtet. Etwa zehn Fichten mussten dafür weichen. An einer anderen Stelle wurde ebenfalls ein alter Nadelbaum gefällt. Milla sorgt sich um den Charakter „ihrer“ Tannenallee: „Bald stehen dort überhaupt keine Tannen mehr“, fürchtet die Siebenjährige. Luisa fügt hinzu: „Jetzt verabreden wir uns vor Ostern noch einmal mit dem Bürgermeister und er erklärt uns, was bei uns gemacht wird und warum.“

( st )

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