Berufsjubiläum

Kinder, wie die Zeit vergeht – 30 Jahre Kita-Leiterin

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Ute Ehmcke leitet die Kita Mühlenredder in Reinbek.

Ute Ehmcke leitet die Kita Mühlenredder in Reinbek.

Foto: Kita Mühlenredder / BGZ

Ute Ehmcke (59) denkt noch nicht an die Rente. Seit 1991 gehört sie zum Team der Kita Mühlenredder in Reinbek. Ein Rückblick.

Reinbek. Die Zeit ist vergangen wie im Flug: „Dass ich inzwischen 30 Jahre hier beschäftigt bin, habe ich eigentlich nur durch die Sonderurlaubstage registriert“, sagt Ute Ehmcke lachend beim Videointerview. Die 59 Jahre alte Diplompädagogin gehört seit dem 1. März 1991 zum Team der Kita Mühlenredder in Reinbek. Überhaupt begleiten die Mutter zweier erwachsener Kinder lauter runde Zahlen.

Allen voran der vergangene Dezember, als die Einrichtung der evangelischen Kirchengemeinde Reinbek-West 50-jährigen Geburtstag feierte. Direkt anschließend kam der Lockdown mit einer Notbetreuung. Jetzt folgt das 30-jährige Berufsjubiläum, bei dem pandemiebedingt nichts Großes geplant wird. „Und im September habe ich dann auch noch Geburtstag und werde 60.“ Danach könnte sie theoretisch – zwar mit Abzügen – in Rente gehen. „Aber die Arbeit bringt mir so viel Spaß, dass ich nicht ans Aufhören denke“, versichert sie.

Kita Mühlenredder: Ute Ehmcke feiert ihr 30. Berufsjubiläum

Viel ist passiert in den 30 Jahren als Leiterin der Kita Mühlenredder gemeinsam mit Renate Schultz und nun mit Gitta Kipp, die gerade in Elternzeit ist. Vertreten wird diese durch die Sozialpädagogin Sina Artmann (25). „Wir haben die Öffnungszeiten der Betreuung den Bedürfnissen der Eltern angepasst“, berichtet die engagierte Pädagogin Ehmcke. Aus dem reinen Halbtagsbetrieb wurde im Laufe der Jahre eine Ganztagsbetreuung mit inzwischen zwei Gruppen für Krippenkinder. Denn auf eine verstärkte Berufstätigkeit junger Mütter musste auch die Kita reagieren. Daher folgten auch mehrere Anbauten auf dem Gelände am Mühlenredder.

Die Lust, mit Menschen zu arbeiten, hat bei Ute Ehmcke auch nach all den Jahren nicht nachgelassen. Auch gefalle ihr die „Verbundenheit zur Kirche und die tolle Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde“. An ihrem ersten Arbeitstag damals wurde Ute Ehmcke von Pastor Barharn mit den Worten begrüßt: „Ich muss gleich zu einer Beerdigung und die Kollegin von Ihnen ist leider erkrankt.“ Das sei ein Sprung ins kalte Wasser gewesen, weil sie sofort auf sich allein gestellt gewesen sei. Aber dieses Vertrauen der Kollegen in sie habe ihr sehr imponiert.

( hof )

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