Reinbek

Bericht vorgelegt: Darum wird der Feuerwehrneubau teurer

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Ann-Kathrin Schweers
So sieht der Entwurf für Reinbeks neue Feuerwache neben der Grundschule Mühlenredder aus.

So sieht der Entwurf für Reinbeks neue Feuerwache neben der Grundschule Mühlenredder aus.

Foto: Jan Derveaux und Rimpau & Bauer Architekten Berlin

Verwaltung informiert in Hauptausschuss über Kostensteigerung von 55 Prozent seit 2016. Personalbedarf der Stadt hoch.

Reinbek. Die Sorge um die schwierige Haushaltslage in Reinbek war den Politikern im Hauptausschuss am Dienstagabend anzumerken. Hier und da gab es Versuche, an Stellschrauben zu drehen, Maßnahmen zu verschieben. Trotz des unglücklichen Umstands der Kostenerhöhung, wird am Neubau der Feuerwache in Alt-Reinbek jedoch nicht gerüttelt. Wie berichtet wird die Stadt am Mühlenredder voraussichtlich 11,6 statt der einst ein­geplanten 7,5 Millionen Euro investieren.

Um die Kostensteigerung von 55 Prozent innerhalb von fünf Jahren zu erläutern, hatte die Verwaltung eine Vorlage vorbereitet. Mehrere Faktoren spielten demnach eine Rolle, etwa die „allgemeine und branchenspezifische Preissteigerung“ im Baubereich.

Kosten beim Feuerwehrneubau am Mühlenredder um 55 Prozent gestiegen

Auch die vorangeschrittene und ausgeweitete Planung macht sich finanziell bemerkbar. Einzelne Posten wie etwa eine Dachbegrünung, höhere Schallschutzanforderungen, ein zusätzliches Regenrückhaltebecken sowie die Erweiterung des Planungsgebiets kämen hinzu.

„War im Jahr 2016 die Planung auf das Feuerwehrgrundstück begrenzt, sieht die aktuelle Planung eine Ausweitung des Planungsraums bis direkt an den Mühlenredder vor. Die somit vergrößerte Fläche der Außenanlagen führt zu einer Kostensteigerung“, heißt es aus dem Rathaus.

Verwaltung benötigt neues Personal, Bedarf für neuneinhalb Stellen

Mit Zähneknirschen, aber ohne weitere Diskussion nahmen die Fraktionen den Bericht an. Für kritische Nachfragen vom Ausschussvorsitzenden Bernd Uwe Rasch (FDP) sorgte jedoch der Stellenplan der Stadt. Der Bedarf an neuen Kollegen und Stundenerhöhungen summiert sich auf neuneinhalb Stellen. Der Personalbedarf habe sich über Jahre entwickelt, so Bürgermeister Björn Warmer.

Auch in der Nachbarschaft sei ein Trend zu einer höheren Personalstärke erkennbar. In Glinde beispielsweise wären innerhalb von sieben Jahren 40 neue Stellen und in Geesthacht 30 in zwei Jahren geschaffen worden. Jede Kommune habe zwar unterschiedliche Bedarfe, aber: „Wir sind da noch verhältnismäßig zurückhaltend.“

Trotz Bedenken stimmt die Politik dem Stellenplan 2021 einstimmig zu

In der neuen Umweltbehörde sei eine Stelle nötig, die Verwaltungstätigkeiten übernimmt. Die Führungsstruktur des Betriebshofes müsse zudem entlastet werden, so Warmer. Die Kollegen dort hätten mehr und mehr auch mit Papierkram zutun. Deshalb wird unter anderem die Stelle eines stellvertretenden Leiters neu besetzt. In der Abteilung Bildung falle etwa durch das Kitagesetz ein Mehraufwand an. Und auch im Bauamt gebe es eine „erhebliche Vakanz“, so Warmer.

Trotz einiger Bedenken wurde der Stellenplan für 2021 einstimmig verabschiedet.

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