Demonstration

Umweltaktivisten fordern im Kreistag mehr Klimaschutz

| Lesedauer: 2 Minuten
Lutz Kastendieck
Im Vorfeld des Kreistags demonstrierten die Aktivisten von Fridays for Future auf dem Bahnhofsvorplatz in Bad Oldesloe.

Im Vorfeld des Kreistags demonstrierten die Aktivisten von Fridays for Future auf dem Bahnhofsvorplatz in Bad Oldesloe.

Foto: Lutz Kastendieck

Für den neuen Zensus im kommenden Jahr werden freiwillige Interviewer gesucht.

Bad Oldesloe.  Mehr als 350 Teilnehmer haben sich am Freitagnachmittag bei der finalen Demonstration der Bewegung Fridays for Future (FfF) Stormarn auf dem Bahnhofsvorplatz von Bad Oldesloe eingefunden. Darunter waren auch etliche Kreistagsabgeordnete auf dem Weg zur Sitzung des Kreistags in der benachbarten Tagungsstätte.

Dort machte FfF-Sprecher Nils Bollenbach noch einmal deutlich, dass er die Bemühungen des Kreises hinsichtlich der Erreichung des 1,5-Grad-Ziels bis zum Jahr 2100 für nicht ausreichend hält. Das wollte Landrat Henning Görtz nicht unwidersprochen lassen und verwies auf zahlreiche Maßnahmen. Vom Bau umweltfreundlicher und energiesparender Kreisgebäude wie der neuen Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe und dem neuen Katastrophenschutzzentrum in Hammoor, über zahlreiche Verbesserungen des ÖPNV bis zur Umstellung der eigenen Fahrzeugflotte auf E-Mobilität und dem Ausbau der Ladekapazitäten.

Landrat bedankt sich bei Impfhelfern

In seinem Bericht hat sich Görtz noch einmal bei Ärzten und allen Helfern ausdrücklich für die geleistete Arbeit in den drei Stormarner Impfzentren bedankt. Wie bereits berichtet, werden sie an diesem Wochenende ihren Betrieb nach neun Monaten und etwa 202.000 Impfungen einstellen.

„Nach viel Skepsis zu Beginn, haben sich unsere Impfzentren in Bad Oldesloe, Großhansdorf und Reinbek zu einer echten Erfolgsstory entwickelt“, so Görtz. Dem Wunsch des Kreises, wenigsten ein Impfzentrum für eine kurze Übergangszeit geöffnet zu halten, wollte das Land nicht entsprechen. „Oldesloe hätte sich hier angeboten, da der Mietvertrag noch nicht ausgelaufen ist“, erklärte Görtz. So verlagere sich jetzt das Impfgeschehen vor allem in die Arztpraxen, wo es allerdings schon jetzt wieder zu längeren Wartezeiten komme.

15 Prozent der Bürger werden befragt

Im kommenden Jahr wird es nach 2011 wieder einen Zensus geben. Ursprünglich war er bereits für 2021 vorgesehen, ist dann aber durch die Corona-Pandemie verschoben worden. Bei dieser statistischen Erhebung wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Die dabei erhobenen Daten beeinflussen etwa den Zuschnitt der Wahlkreise sowie die Stimmenverteilung der Länder im Bundesrat.

„In Stormarn werden etwa zehn bis 15 Prozent der Bürger befragt. Dafür sucht der Kreis rund 350 Interviewer“, berichtete Görtz. Die ehrenamtliche tätigen Erhebungsbeauftragten, wie sie korrekt heißen, werden in einer eintägigen Schulung am 15. Mai auf ihre Aufgabe vorbereitet. In der Zeit von Mitte Mai bis Ende Juli sind dann Personen in bis zu 100 Haushalten zu befragen. Dafür ist eine steuerfreie Aufwandsentschädigung von bis zu 850 Euro vorgesehen. Weitere Infos gibt es auf Anfrage per E-Mail an zensus2022@kreis-stormarn.de oder telefonisch unter 04531/1603880.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Stormarn