Ahrensburg

Auch Bauausschuss will an Ioki festhalten – FDP übt Kritik

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Seit dem vergangenen Jahr rollen die Elektro-Shuttles von Ioki durch Ahrensburg (Symbolbild).

Seit dem vergangenen Jahr rollen die Elektro-Shuttles von Ioki durch Ahrensburg (Symbolbild).

Foto: dpa Picture-Alliance / Daniel Reinhardt / picture alliance/dpa

Mehrheit der Politiker möchte Pilotprojekt mit On-Demand-Shuttles bis 2023 verlängern. Liberale kritisieren Zuschuss aus Stadtkasse.

Ahrensburg. Nach dem Umweltausschuss hat nun auch der Ahrensburger Bau- und Planungsausschuss grünes Licht für die Fortführung des Pilotprojekts mit dem On-Demand-Shuttle Ioki gegeben. Mit Ausnahme der FDP sprachen sich alle Fraktionen auf der jüngsten Sitzung des Gremiums dafür aus, für die Jahre 2022 und 2023 an dem Angebot festzuhalten.

Ahrensburger Bauausschuss möchte Pilotprojekt mit Ioki bis 2023 verlängern

Seit vergangenem Jahr sind fünf Elektroautos von Ioki in Ahrensburg unterwegs. Nutzer können den Service per App oder Telefon buchen und sich innerhalb des Stadtgebiets von einer beliebigen Adresse zu einem Haltepunkt bringen lassen oder umgekehrt. Es gibt keine festen Fahrpläne oder Routen. Ahrensburg ist eines von zwei Testgebieten in Stormarn, das Projekt wird zu 100 Prozent mit Fördergeld finanziert und wissenschaftlich begleitet. Die Bundesförderung endet jedoch zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember.

Stadt trägt Kosten von rund 1,26 Millionen Euro

Die Kosten von rund 1,26 Millionen Euro für die kommenden zwei Jahre trägt die Stadt Ahrensburg. Allerdings hat der Kreis laut Verwaltung einen Zuschuss von einer Million Euro in Aussicht gestellt. Die FDP kritisiert, dass Ioki dauerhaft aus der Stadtkasse bezuschusst werden solle. „Auch die Freien Demokraten wünschen sich, dass mehr Menschen auf den Öffentlichen Verkehr umsteigen“, heißt es in einer jetzt veröffentlichten Erklärung. Je mehr Informationen vorlägen, umso deutlicher sei jedoch geworden, dass der Zuschussbedarf für den geringen Nutzen zu groß sei.

FDP kritisiert Zuschuss aus Stadtkasse und bezweifelt Nutzen

So stünden den von der Verwaltung angegebenen 66.000 Personenkilometern 72.000 Leerkilometer gegenüber. Auf 17.600 Fahrten mit 20.000 Fahrgästen innerhalb der ersten acht Monate kämen zudem 25.000 nicht realisierte Fahrtanfragen. Zuletzt bezweifelt die Partei auch, dass seit Einführung von Ioki in Ahrensburg, wie von der Verwaltung angegeben, 30 Tonnen CO2 eingespart worden seien. Die FDP verweist auf eine Befragung durch die Technische Universität Hamburg, der zufolge nur etwa 30 Prozent der Ioki-Nutzer angaben, das Shuttle anstelle des eigenen Autos zu nutzen.

( fsn )

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