Aktion

Fast Erdumrundung: Trittauer fahren 38.607 Rad-Kilometer

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Klimamanagerin Berit Ostrander (v. l.), Bürgermeister Oliver Mesch und Stadtradeln-Star Anne Herz mit Töchterchen Falbala.

Klimamanagerin Berit Ostrander (v. l.), Bürgermeister Oliver Mesch und Stadtradeln-Star Anne Herz mit Töchterchen Falbala.

Foto: Elvira Nickmann

Stadtradeln-Star hat mit Team 940 Kilometer zurückgelegt. Klimaschutzmanagerin und Bürgermeister würdigten ungewöhnliches Engagement.

Trittau. Der Erdumfang beträgt rund 40.000 Kilometer. Fast so viele Kilometer Strecke haben die Trittauer beim diesjährigen Stadtradeln innerhalb von drei Wochen zurückgelegt: 38.607 sind zusammengekommen. Damit steht Trittau bei den Gemeinden unter 10.000 Einwohnern landesweit auf Platz fünf.

Paar verpflichtete sich, ganz aufs Auto zu verzichten

Beteiligt hatten sich 247 Teilnehmer in 18 Teams. Mit dabei: Das Team „Frifane“ mit den Stadtradeln-Stars Anne Herz und Fritz Simon sowie Herz’ Mutter Katja Willkomm. Wie alle Stadtradeln-Stars hat sich auch das Trittauer Paar verpflichtet, während der Aktion völlig auf das Auto zu verzichten und in einem Blog auf der Website zur Aktion www.stadtradeln.de über seine Erfahrungen zu berichten.

Dort schrieb Anne Herz in ihrem Beitrag vom 24. September: „Ohne Auto geht es super!“ Sie stellte aber auch fest: „Durch den Ort zu fahren macht mir ehrlich etwas Angst mit dem Baby hintendran. Auf der Straße zu fahren trau ich mich nicht, die Autos überholen dicht und schnell.“

Gemeinde bedankt sich fürs Engagement mit Gutschein

Bereits vor Beginn der Aktion hatten Herz und Simon beschlossen, ihre beiden Autos zu verkaufen und ganz aufs Fahrrad umzusteigen. Zum Termin mit Klimaschutzmanagerin Berit Ostrander und Bürgermeister Oliver Mesch vor dem Verwaltungsgebäude kommt Herz mit dem Fahrrad, ihr Töchterchen Falbala hat sie im Kindersitz platziert. Das Treffen dient der Übergabe der Fahrradtaschen, die alle Stadtradeln-Stars von den Organisatoren der Aktion erhalten.

Der Bürgermeister sagt: „Ganz aufs Auto zu verzichten, ist ein großer Schritt, der Respekt verdient.“ Die Stadtradeln-Stars seien ein Vorbild, weil sie umweltfreundliche Mobilität vorlebten. Mesch überreicht Herz einen Gutschein als „Dank der Gemeinde außerhalb von Stadtradeln“. Er kann für Reparaturen oder Teile eingesetzt werden.

Winter birgt Herausforderungen für die Vollblutradlerin

Bei der Tombola, welche die Gemeinde für alle Teilnehmer organisiert hat, hat Herz auch noch einen Fahrradrucksack gewonnen. Die Trittauerin freut sich: „Genau in meiner Farbe“, sagt sie.

Damit sorgt der Rucksack in der dunklen Jahreszeit für bessere Sichtbarkeit. Herz ist sich bewusst, dass der Winter Herausforderungen birgt. „Aber wenn man erst einmal den inneren Schweinehund überwunden hat, schafft man auch das.“

( nick )

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