Klimaschutz

Reinbeker Politik bringt den Radverkehr ins Rollen

Zwei Frauen fahren mit ihren Fahrrädern über einen Weg.

Zwei Frauen fahren mit ihren Fahrrädern über einen Weg.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Grüne für Veloroute 1, SPD hat Innenstadt im Fokus und Forum 21 geht Brennpunkte an. Stadt stellte Konzept bereits im Jahr 2015 vor.

Reinbek. Top-Thema im kommenden Reinbeker Umwelt- und Verkehrsplanungsausschuss ist der Radverkehr. Die Fraktionen von Grünen, SPD und Forum 21 wollen in der Sitzung am Donnerstag, 13. August (Beginn 19.30 Uhr im Sachsenwald-Forum, Hamburger Straße 4–8) Anträge für ein fahrradfreundlicheres Reinbek stellen.

SPD-Fraktion konzentriert sich auf Innenstadt

Nachdem die Stadt Reinbek 2015 ihr Radverkehrskonzept vorgestellt hatte, ist jahrelang nichts passiert, bedauert der Grünen-Politiker Markus Linden. Erst Ende 2019 kam das Thema wieder ins Rollen, als die Stadt ihr Konzept durch das Qualitätsmanagementverfahren „Bypad“ überprüfen ließ. Vertreter der Stadtverwaltung und der Fraktionen, Mitglieder von Vereinen, Kirchengemeinden und auch die Polizei hätten als erste Maßnahme die Umsetzung der Veloroute 1 gefordert. Diese führt von Neuschönningstedt über Schulen, Kitas und Industriegebiete, kreuzt den Reinbeker Weg und die Hamburger Straße und mündet dann in der Hamburger Veloroute am Binnenfeldredder. „Auf der Route liegen die Gutenbergstraße und der Schaumanns Kamp, die sowieso angefasst werden müssen“, so Linden von der Grünen-Fraktion.

Die Fraktion der SPD konzentriert sich auf die Innenstadt, möchte den S-Bahnhof, die Post, das Rathaus und das Arbeitsamt gut anbinden. „Die Stadtmitte ist für den Radverkehr schlecht erschlossen“, heißt es in der Begründung des Antrags. Es sei vielerorts zu eng und die Verkehrsdichte sei zu hoch. Deshalb soll eine alternative Route zur Schönningstedter Straße und der Innenstadt geschaffen werden. Die könnte durch die Kückallee und die Wildkoppel zur Parkallee und zur Sophienstraße führen. Dafür sollen Radwege geschaffen werden, die SPD stellt sich zudem verbesserte Übergänge, Fahrradstellplätze und Aufstellräume an den Ampeln am Landhausplatz vor.

330.000 Euro pro Jahr stehen zur Verfügung

Auf einzelne Brennpunkte konzentriert sich dagegen die Fraktion der Wählervereinigung Forum 21. Sie beantragt unter anderem eine Beleuchtung des Radweges an der Haidkrugchaussee zwischen Oher Weg und Bummereiweg für das Jahr 2020. So werde der Weg zur Schule sowie zum EKZ Schönningstedt sicherer. Außerdem wird gefordert: eine Radwegfurt an der Königstraße, Einmündung Glinder Straße. Dort sei es eng und unübersichtlich.

Im Haushalt der Stadt Reinbek stehen 2020 und in den kommenden drei Jahren jeweils 330.000 Euro für den Wegenetzausbau zur Verfügung. 2020 sind zudem 30.000 Euro für den Unterhalt der Radwege vorhanden.