Stormarn
Stadtentwicklung

Kulturzentrum in Ahrensburg: Politiker legen Standort fest

Die Fläche auf dem südwestlichen Ende des Stormarnplatzes wird derzeit als Parkplatz genutzt. Dort könnte in einigen Jahren ein Kulturzentrum für Volkshochschule und Stadtbücherei gebaut werden.

Die Fläche auf dem südwestlichen Ende des Stormarnplatzes wird derzeit als Parkplatz genutzt. Dort könnte in einigen Jahren ein Kulturzentrum für Volkshochschule und Stadtbücherei gebaut werden.

Foto: Janina Dietrich

Stadtbücherei und Volkshochschule könnten in ein Gebäude auf dem Stormarnplatz ziehen. Verwaltung stellt Förderantrag.

Ahrensburg. Die derzeitige Parkfläche am südwestlichen Ende des Stormarnplatzes wird als Standort für ein Kulturzentrum vorgehalten. Das haben Ahrensburgs Stadtverordnete mehrheitlich beschlossen. CDU, Grüne und Wählergemeinschaft WAB stimmten dafür, das Integrierte Stadtentwicklungskonzept fortzuschreiben. Die Verwaltung wird nun einen Förderantrag beim Innenministerium in Kiel stellen. Nach Rathausangaben ist eine 90-prozentige Förderung aus dem Programm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ möglich.

Wann das Projekt realisiert wird, ist noch unklar

Einen Zeitplan für das Projekt gibt es noch nicht. Angedacht ist, dass Volkshochschule und Stadtbücherei in das neue Gebäude einziehen. Am bisherigen Standort der Bibliothek neben dem Rathaus könnte ein Bürgerhaus entstehen. Dort wäre auch Platz für einen neuen Ratssaal, den die Stadtverordneten aus Kostengründen aus dem geplanten Rathausanbau gestrichen hatten.

SPD, FDP und Linke wollen lieber Parkhaus auf der Fläche

Kritik an der Entscheidung gab es von SPD, FDP und Linken. Die drei Fraktionen wollten an dem Standort ein Parkhaus errichten, für das es aber keine politische Mehrheit gibt. „Wir sollten nichts Unrealistisches wie ein Kulturzentrum planen“, sagte Wolfgang Schäfer (FDP). „Schon jetzt schaffen wir viele der geplanten Investitionen nicht, was auch der Landesrechnungshof angemahnt hat.“ Er appellierte, die Stadt müsse sich auf die „wesentlichen Aufgaben“ konzentrieren. „Die Verwaltung sagt uns regelmäßig, dass sie Projekte nicht schafft“, so Bela Randschau (SPD). „Und wir machen eine Planung nach der anderen auf.“ Es handele sich um eine große Maßnahme, die nicht mit den betroffenen Einrichtungen abgestimmt und nicht im zuständigen Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss diskutiert worden sei. „Es geht nur darum, einen Förderantrag zu stellen, weil dieser bis März beim Ministerium sein muss“, sagte Uwe Gaumann (CDU). „Wir beschließen hier noch keinen Umzug.“

Anbau an die bestehende Bücherei wäre laut Verwaltung schwierig

Nadine Levenhagen (Grüne) sagte: „Wir werden noch keine Planungen aufnehmen.“ Es sei aber eine Tatsache, dass die VHS mehr Platz benötige. „Wir finden es charmant, VHS und Bibliothek an einem Standort in der Innenstadt zu haben“, so die Grünen-Fraktionschefin. Generell favorisiere sie zwar einen Anbau an die bestehende Bücherei, diesen hatte die Verwaltung aber aus verschiedenen Gründen für schwierig erklärt.