Stormarn
Umweltausschuss

Ahrensburger Politiker lehnen Parkplatz-Plan ab

Auf dem Stormarnplatz in Ahrensburg soll rechts neben den Fußballfeldern ein provisorischer Parkplatz errichtet werden. Die Stadtverwaltung schlägt vor, dass die Zu- und Abfahrt über die Stormarnstraße erfolgt. Dafür ist ein sechs Meter breiter Verbindungsweg zwischen Fußballfeld und Juki 42 nötig.

Auf dem Stormarnplatz in Ahrensburg soll rechts neben den Fußballfeldern ein provisorischer Parkplatz errichtet werden. Die Stadtverwaltung schlägt vor, dass die Zu- und Abfahrt über die Stormarnstraße erfolgt. Dafür ist ein sechs Meter breiter Verbindungsweg zwischen Fußballfeld und Juki 42 nötig.

Foto: Stadt Ahrensburg / HA

Stadtverwaltung schlägt Zu- und Abfahrt über das Außengelände des Jugendzentrums auf dem Stormarnplatz vor. Die Kosten steigen.

Ahrensburg. Der provisorische Parkplatz auf dem Ahrensburger Stormarnplatz sorgt weiterhin für kontroverse Diskussionen. Fest steht bislang: Auf einer 3500 Quadratmeter großen Fläche hinter dem Rathaus sollen 121 Stellflächen für Autos entstehen. Unklar bleiben nach der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses aber der Zeitpunkt und die konkrete Gestaltung.

Politiker befürchten Verkehrs- und Akzeptanzprobleme

Denn die Politiker haben der vorgelegten Bauplanung der Verwaltung am Mittwochabend eine deutliche Absage erteilt. „Alle Fraktionen waren sich einig, dass es so nicht geht“, sagt Christian Schmidt (Grüne), der Vorsitzende des Gremiums. Für massive Kritik sorgte demnach der Vorschlag aus dem Rathaus, die Zu- und Abfahrt der Autos über die Stormarnstraße abzuwickeln.

Geplant ist eine sechs Meter breite Straße zwischen dem Jugendzentrum Juki 42 und dem östlichen Fußballfeld, die den provisorischen Parkplatz mit dem bestehenden Grandparkplatz am südwestlichen Ende des Stormarnplatzes verbinden soll. Das Juki 42 müsste bei dieser Variante eine 60 Quadratmeter große Fläche seines Außengeländes abgeben. Konkret geht es um einen 1,50 Meter breiten Streifen im Norden, zudem müssten zwei Parkplätze der Einrichtung um einige Meter verschoben werden. „Die Auswirkungen sind unbedeutend“, hieß es dazu von der Verwaltung.

Die Politiker sind anderer Meinung. Sie befürchten laut Schmidt zudem „erhebliche Verkehrs- und Akzeptanzprobleme“. Er sagt: „Die Variante ist durchgefallen. Wir halten sie für nicht sinnvoll.“

Verwaltung soll Alternativen für die Zufahrt vorschlagen

Die Politiker beauftragten die Verwaltung, bis zur Stadtverordnetenversammlung am Montag, 24. Februar, Alternativen zu entwickeln. Denkbar wäre zum Beispiel eine Zufahrt über die Klaus-Groth-Straße. Diese Variante lehnen Polizei und Verkehrsaufsicht nach Angaben der Verwaltung aber ab.

Bei der aktuellen Planung würde das Projekt noch einmal teurer werden. Die Verwaltung veranschlagt nun 116.000 Euro, zusätzlich rechnet sie mit jährlichen Unterhaltskosten von 2500 Euro und späteren Rückbaukosten von 45.000 Euro. Auf dem provisorischen Parkplatz sollen Gebühren erhoben werden, dafür sind zwei Automaten vorgesehen. Zwei Laternen sollen die Fläche beleuchten.

Stadtverordnete sollen über Zeitplan diskutieren

Das Team des Peter-Rantzau-Hauses habe zudem die Sorge geäußert, dass die Fußgänger künftig auf dem Weg vom Parkplatz in die Innenstadt ihr Gebäude als Durchgang nutzen könnten. „Auch mit diesem Thema soll sich die Verwaltung noch beschäftigen“, sagt Schmidt.

Nach der derzeit gültigen Beschlussfassung soll der Parkplatz erst errichtet werden, wenn die Bauarbeiten an der Alten Reitbahn beginnen. Die Verwaltung rechnet damit, das dies frühestens im ersten Quartal 2021 der Fall sein wird. Sie empfiehlt, mit der Errichtung des Parkplatzes schnellstmöglich zu beginnen, damit die Stellfläche bereits im September 2020 zur Verfügung steht. Ansonsten könnte sich nach Rathausangaben der geplante Umbau der Hamburger Straße verzögern. Denn die Politiker haben im Bauausschuss beschlossen, dass dieser erst erfolgen darf, wenn der neue Parkplatz zur Verfügung steht. Auch darüber soll in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert werden.