Stormarn
Dunkle Jahreszeit

Stormarns Polizei warnt: Schützen Sie sich vor Einbrechern!

Nach einem Einbruch in ein Reihenhaus in Ahrensburg (Symbolbild) sucht die Kriminalpolizei nun Zeugen der Tat.

Nach einem Einbruch in ein Reihenhaus in Ahrensburg (Symbolbild) sucht die Kriminalpolizei nun Zeugen der Tat.

Foto: imago

Kripo sucht Zeugen nach einer Tat in Ahrensburg und gibt Haus- und Grundeigentümern wichtige Tipps zum Schutz vor den Verbrechern.

Ahrensburg. Die Hinweise von zwei Zeugen haben bei einem Einbruch in ein Reihenhaus in Ahrensburg eine Sofortfahndung der Polizei im Osten der Stadt ausgelöst. Doch den Täter konnten die Beamten dennoch nicht fassen. Nun bittet die Kriminalpolizei weitere Zeugen um Hinweise zur Tat oder zum Verbrecher.

Frau wurde durch Licht einer Taschenlampe auf die Tat aufmerksam

Was war geschehen? Nach Angaben der Polizeidirektion Ratzeburg war der bisher unbekannte Täter am Freitag, 29. November, gegen 17.35 Uhr über ein seitlich gelegenes Fenster in das Reihenhaus an der Hagener Allee eingedrungen. Eine Nachbarin sah das Licht einer Taschenlampe in den Räumen, die der Einbrecher offenbar gerade durchsuchte. Wenig später sah ein weiterer Zeuge den Mann beim Verlassen des Hauses. Der Verbrecher lief über die Hagener Allee in den Wanderweg Liebespfad. Dort stieg er auf ein silbernes Fahrrad und fuhr Richtung U-Bahnhof Ost davon.

Kripo braucht Hinweise auf großen Mann mit Geheimratsecken

Und so wird der Täter beschrieben: Er ist etwa 35 Jahre alt, 1,80 bis 1,90 Meter groß und schlank. Er hat dunkles Haar mit auffälligen Geheimratsecken. Er lief eher steif und ungelenkig, so die Zeugen. Die Kripo fragt: Wer kann Angaben zu der Tat oder dem Täter machen? Wem ist der Mann in der Umgebung des Wanderweges in Ahrensburg aufgefallen? Zeugenhinweise nimmt die Polizeiwache in Ahrensburg unter der Telefonnummer 04102/80 90 entgegen.

Einbruchszahlen nehmen in der dunklen Jahreszeit deutlich zu

Im Zusammenhang mit dem aktuellen Fall heißt es nun: „Alle Erfahrungen zeigen, dass die Einbruchszahlen in der dunklen Jahreszeit zunehmen. Dem treten wir als Polizeidirektion Ratzeburg frühzeitig entgegen. Mit Prävention möchten wir erreichen, dass Täter nicht zum Erfolg kommen.“ Zusammen mit Fachfirmen bieten die Beamten regelmäßige Infoveranstaltungen an. Sie weisen darauf hin, dass Haus- und Wohnungseigentümer von der Möglichkeit staatlicher Zuschüsse beim Einbruchschutz Gebrauch machen können.

Bürger sollen bei Gefahr immer den Notruf 110 wählen

„Wir sehen an den Fallzahlen, dass etwa 40 Prozent der Taten im Versuchsstadium steckenbleiben. Eine gute technische Einbruchsicherung erschwert den Einbrechern das Geschäft“, sagt Polizeisprecherin Rena Bretsch. Und weiter: „Achten Sie auch auf die vermeintlich kleinen Dinge: Lassen Sie keine Leiter unbefestigt auf ihrem Grundstück stehen. Darauf, dass unter Fenstern keine Tritthilfen wie etwa Mülltonnen stehen. Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit. Und Vorsicht: Gekippte Fenster sind von Einbrechern leicht zu öffnen.“

Schlüssel nie draußen deponieren, Täter kennen jedes Versteck

Haustüren sollten zweifach abgeschlossen werden. „Auch, wenn Sie das Haus oder die Wohnung nur kurz verlassen“, so Bretsch. Schlüssel sollten keinesfalls draußen deponiert werden. Bretsch: „Einbrecher kennen jedes Versteck.“ Rollläden sollten zur Nachtzeit, nach Möglichkeit nicht tagsüber geschlossen werden. „Sie wollen ja nicht schon auf den ersten Blick Ihre Abwesenheit signalisieren“, so die Polizei. Ganz wichtig: „Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos die Tür, sondern zeigen Sie gegenüber Fremden ein gesundes Misstrauen.“ In Mehrfamilienhäusern sollte der Hauseingang auch tagsüber geschlossen bleiben.

Und zum Schluss: „Wählen Sie bei Gefahr und in Verdachtsfällen sofort den Notruf 110.“ Wichtiger Partner der Polizei bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität bleibe auch weiterhin der „aufmerksame Nachbar“.