Stormarn
Großeinsatz

Reinbek: Blitz setzt Dach eines Mehrfamilienhauses in Brand

Ein Blitz ist in ein Mehrfamilienhaus in Reinbek eingeschlagen (Symbolbild).

Ein Blitz ist in ein Mehrfamilienhaus in Reinbek eingeschlagen (Symbolbild).

Foto: Thomas Rensinghoff / dpa

Rund 20 Bewohner müssen ihre Wohnungen verlassen. Feuerwehrleute können ein Ausbreiten der Flammen verhindern.

Reinbek. Nächtlicher Großeinsatz für die Feuerwehr in Reinbek: Ein Blitz ist in der Nacht zu Mittwoch in ein Mehrfamilienhaus im Stadtteil Neuschönningstedt eingeschlagen. „Es hat mächtig gerumst, wie bei einer Explosion“, sagt Gemeindewehrführer Oliver Selke, der wie viele seiner Kollegen von dem Knall aus dem Schlaf gerissen wurde. „Als Feuerwehrmann hat man sofort im Gefühl, dass etwas passiert ist.“

Und er behielt Recht: Nur wenige Minuten später, um 3.30 Uhr, wurde die Feuerwehr alarmiert. 50 bis 60 Einsatzkräfte der Ortswehren Reinbek, Ohe und Schönningstedt eilten zum Einsatzort an der Königsberger Straße. Dort schlugen zu dem Zeitpunkt bereits Flammen aus der Dachtraufe des dreigeschossigen Mehrfamilienhauses.

Einsatzkräfte der Feuerwehr evakuierten das Gebäude

Die Einsatzkräfte evakuierten das Gebäude, rund 20 Personen mussten ihre Wohnungen verlassen. Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Bewohner, verletzt wurde laut Selke niemand.

„Es bestand die große Gefahr, dass das Feuer unter der Dachtraufe durchzündet und es zu einem ausgedehnten Dachstuhlbrand kommt, der sich auch auf die Wohnungen ausbreitet“, sagt Selke. „Denn dort oben ist es staubtrocken.“ Die Einsatzkräfte bekämpften die Flammen von innen und außen. Im Gebäude setzten sie sogenannte Fog-Nails ein. Diese werden durch die Decke geschlagen und geben Wassernebel ab. Auf diese Weise sei es gelungen, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

Bewohner können noch nachts in Wohnungen zurückkehren

„Die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte hat sehr gut geklappt“, sagt Selke. „Wir haben das Löschwasser gezielt eingesetzt und dadurch größere Schäden am Haus verhindert.“ Die Feuerwehrkräfte öffneten anschließend die äußere Schicht des Daches, um mit einer Wärmebildkamera nach möglichen Glutnestern zu suchen.

Um 5.45 Uhr war der Einsatz beendet, die Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Selke sagt: „Lediglich die Dachgeschosswohnung hat jetzt ein paar Löcher in der Decke, aber die kann man zuschmieren.“