Radverkehr

Lob und Tadel von Bürgern für Radwege in Trittau

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Nora Wisotzki vom Landespräventionsrat Schleswig-Holstein (v.l.) , Bodo Lork aus dem Ordnungsamt Trittau und Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch

Nora Wisotzki vom Landespräventionsrat Schleswig-Holstein (v.l.) , Bodo Lork aus dem Ordnungsamt Trittau und Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch

Foto: Elvira Nickmann

Zweites Treffen des Arbeitskreises Radverkehr mit großer Beteiligung. Planbüro mit Verkehrskonzept beauftragt.

Trittau.  Wer aufmerksam in die Runde schaute, konnte beim zweiten Treffen des offenen Trittauer Arbeitskreises Radverkehr einige neue Gesichter entdecken. Für die neu Hinzugekommenen gab Klimamanagerin Berit Ostrander einen Überblick über Ziele der Gruppe. „Die Expertenrunde spricht Empfehlungen aus, trifft aber keine Entscheidungen“, betonte sie.

Doch die Teilnehmer waren nicht nur gekommen, um zu unterstützen, sondern es wurde ihnen auch Unterstützung zuteil bei der Klärung der Frage: „Wo darf ich als Fahrradfahrer fahren und wo nicht?“ Bodo Lork, Leiter des Ordnungsamts, erläuterte die Beschilderung verschiedener Wege und ihre Bedeutung für Radler und wies darauf hin, dass nur Kinder bis zehn Jahre Fußwege mit dem Fahrrad befahren dürfen. Ideen aus der Runde, dass die Gemeinde alternative Beschilderungen an bestimmten Wegen oder Gefahrenstellen anbringen sollte, hielt er entgegen: „Nur die Straßenverkehrsbehörde hat das Recht zu entscheiden, wo welches Schild stehen soll.“ Er kündigte an, dass es am 6. Juni eine Bürgerinfoveranstaltung zum Verkehr in Trittau mit dem ADFC und der Polizei geben soll.

Bürger loben Anbindung an andere Gemeinden

Inzwischen hat die Gemeinde das Ingenieurbüro Urbanus aus Lübeck in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsplanungsbüro PGV Dargel Hildebrandt aus Hannover mit der Erarbeitung eines Radverkehrskonzepts beauftragt. Die Bürger waren sich einig, dass die Situation in der Poststraße und für Schüler darin Schwerpunkte bilden sollen. Laut Ostrander umfasst die Expertise der Büros sowohl Radverkehr als auch Gesamtverkehrsplanung. Nach der vielen Kritik war es der Klimamanagerin ein Anliegen, gemeinsam zusammenzutragen, welche positiven Ansätze Radfahrer in Trittau erkennen können. Auch wenn nicht alle Redner beim Thema blieben, hatte Ostrander am Ende des Abends doch einige Punkte auf dem Flipchart aufgelistet. Die Bürger lobten Schulwege, das Vorhandensein von Bahntrasse und Bahnradwegen sowie eine gute Anbindung an andere Gemeinden durch Radwege. Die Spielstraßen mit den verkehrsberuhigten Zonen fanden ebenso den Beifall der Radler wie die überdachten Fahrradabstellplätze und die Abstellmöglichkeiten für Räder am Freibad. Besonders gefreut haben dürfte Ostrander als Initiatorin des Arbeitskreises, dass er ebenfalls auf der Positiv-Liste landete.

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