Stormarn
Falscher Gasalarm

Rätselraten über Gestank in Siek – Feuerwehr im Einsatz

Die Feuerwehr konnte die Quelle des merkwürdigen Gestanks nicht finden. (Symbolfoto)

Die Feuerwehr konnte die Quelle des merkwürdigen Gestanks nicht finden. (Symbolfoto)

Foto: Soeren Stache / picture-alliance/ dpa / ZB

Über die Gemeinde zog ein merkwürdiger Geruch. Feuerwehr konnten weder Quelle noch Substanz durch Messungen feststellen.

Siek.  Ein mysteriöser Gestank ist am Montagabend über Siek gezogen und hat die Feuerwehr auf Trab gehalten. Gegen 18.40 Uhr meldete sich ein Mitarbeiter eines Hotels an der Hauptstraße bei den Rettern und berichtete von einem unangenehmen Geruch – vermutlich Gas.

Die Disponenten der Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe alarmierten daraufhin die Feuerwehr Siek sowie den Löschzug-Gefahrgut, der auf Einsätze mit giftigen Substanzen spezialisiert ist. „Es war ein unangenehmer, nicht definierbarer Geruch“, sagt Matthias Stark, Zugführer des Löschzug-Gefahrguts. Mit speziellen Messgeräte konnten Stark und seine Kameraden jedoch keine gesundheitsgefährdende Konzentration in der Luft feststellen. „Die Geräte reagieren auf jede Art von Industriechemikalien“, erklärt Stark.

Feuerwehr kontrollierte auch die Kanalisation

Auch die Quelle des Gestanks konnte nicht gefunden werden. „Wir fuhren mit vier Messfahrzeugen die Gegend um das Hotel und den Edeka-Markt ab, wo der Geruch anfangs besonders stark war.“ Doch wurden weder in dem Wohngebiet noch in den Gewerbegebieten Kontaminationen festgestellt. „Der unangenehme, beißende Geruch kam auch immer wieder im Schwall“, erinnert sich der Zugführer. 35 Helfer des Löschzugs und 18 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Siek waren im Einsatz. „Wir haben auch die Kanalisation kontrolliert sowie das Lidl-Zentrallager.“ Durch die Kühlanlage fließt beispielsweise Ammoniak. „Doch auch dort konnten wir nichts feststellen“, sagt Stark.

Nach zweieinhalbstündiger Suche gaben die Helfer letztlich auf, zumal eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden konnte. Stark: „Das ist wie zuletzt in Hamburg , als sich Bewohner über einen Gestank beschwerten, die Quelle aber nicht gefunden werden konnte.“