Stormarn
Serie, Teil 4

Oldesloer Ehepaar erreicht mit seinem Wohnmobil Sydney

Gabriele und Wolfgang Leichsenring in den Blue Mountains bei Sydney

Gabriele und Wolfgang Leichsenring in den Blue Mountains bei Sydney

Foto: Gabriele Leichsenring / HA

Die Leichsenrings in Neuseeland und Australien: Im Buschwald kreuzen Riesenwarane und Koalas den Weg der beiden Oldesloer.

Bad Oldesloe/Sidney.  Wir wollen uns im Grüngürtel der Metropole Sydney einmal umschauen und wenden uns dem nördlichen und westlichen Hinterland zu. Dort tauchen wir ein in die „Blauen Berge“. Am äußeren nördlichen Stadtgebiet lädt zunächst der Ku-ring-gai-Chase-Nationalpark zu einer Entdeckungstour ein. Am Bobbin Head hinter dem Information-Center führt ein Rundweg durch australischen Buschwald. Und mit etwas Glück läuft einem eine Goanna-Echse über den Weg. Oder eine der exotischen australischen Spinnen hat ihr fast unsichtbares Netz im Urwald gespannt. Obendrein gibt es herrliche Aussichtspunkte auf die verzweigte Flusslandschaft – Wasserwege, die alle Zugang zum Sydney Harbour und damit zum Ozean bieten.

In westlicher Richtung lohnt sich ein Besuch des Blue-Mountains-Nationalparks. Als Teil der Great Dividing Range erhebt sich dieses zerfurchte Sandsteinplateau auf bis zu 1100 Meter. Bewohnt sind die Gebirgswälder seit rund 14.000 Jahren von den Ureinwohnern, den Aborigines.

Als Hauptanziehungspunkt gilt die Stadt Katoomba mit ihrem Echo Point und dem Wahrzeichen, den Felsnadeln Three Sisters: Meehni (922 Meter), Wimlah (918 Meter) und Gunnedoo (906 Meter). Einer Legende nach verwandelte ihr besorgter Vater sie zu Felsen, um sie in seiner Abwesenheit vor dem Zugriff des Teufels zu schützen. Selbst bedroht, nahm er die Gestalt des Leierschwanzes an, verlor dabei jedoch seinen Zauberstab. Und so sucht auch heute noch dieser kleine Vogel in den Blue Mountains seinen Zauberstab, um alle zurückverwandeln zu können.

Von umtriebigem Tourismus gesegnet bieten sich die beiden Gondelbahnen Scenic Skyway und Scenic Cableway zu einer schaukligen Fahrt über schroffe Schluchten an.

52 Prozent Gefälle auf der Strecke der Scenic Railway

Ergänzt wird dieses Vergnügen durch die Scenic Railway, dem mit 52 Prozent Gefälle steilsten Personenzug der Welt. Wanderer und Kletterer finden sich unten in den Eukalyptuswaldtälern und auf der Giant Stairway, einer Steintreppe mit rund 1000 Stufen hinab zum Jamison Valley.

Die Blue Mountains schimmern aus der Ferne tatsächlich blau. Ursache sind die ätherischen Öle, die aus den Eukalyptusbäumen emporsteigen.

Eng verbunden mit den Bäumen sind die Koalabären. Sie werden gehegt und gepflegt im Featherdale Wildlife Park, auf halbem Weg zwischen Sydney und dem Nationalpark. In dieser Auffangstation wird wissenschaftlich versucht, das Überleben dieses selten gewordenen Tieres zu sichern. Aber auch Wombats, Kakadus, Wallabys und viele andere Arten können in dem Park beobachtet werden.

Wolf und Gabriele Leichsenring aus Bad Oldesloe fahren mit dem eigenen Wohnmobil ein Jahr lang durch Neuseeland und Australien. In der Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn berichten sie in unregelmäßigen Abständen von ihrer Tour. Ein Reisetagebuch der ehemaligen Lehrer steht auf ihrer Homepage ga-wo.leichsenring.net/reisen/ Blue Mountains: Individualreisende können ab Sydney-Innenstadt per Bus oder Bahn mit dem günstigen Opal-Ticket anreisen. Die Karte gilt für Busse, Bahnen und Fähren im Großraum Sydney. In den Blue Mountains, der Stadt Katoomba und Umgebung verkehrt ein Hop-On-Hop-Off-Sightseeing-Bus. Das 24-Stunden-Ticket kostet circa 16 Euro. Eintritt Wildlife Park: circa 18 Euro. Gondel-/Bergbahn: Einzelfahrten circa 26 Euro.Touristikunternehmen bieten von Sydney aus Tagestouren ab circa 70 Euro an, mit Besuch des Wildlife Parks ab 80 Euro. Lohnenswert ist auf dem Rückweg ab Sydney Olympic Center die Katamaranfähre, um im Abendlicht in den Hafen einzulaufen.