Stormarn
Kindernachricht

Warum hat das Knie denn eigentlich eine Scheibe?

Die Kniescheibe vergrößert den Abstand zwischen Knochen und Sehnen

Die Kniescheibe vergrößert den Abstand zwischen Knochen und Sehnen

Foto: Media for Medical / picture alliance

„Keine Energie verschenden“, so lautet die Devise der Evolution. Daran hat die Natur gedacht, als die Kniescheibe sich entwickelte.

Wofür haben wir eigentlich die Kniescheibe? Dafür, dass sie immer das Erste ist, womit wir gegen Ecken laufen und uns wehtun? Oder dafür, dass wir den zwölf Quadratzentimeter großen Knochen bei ausgestreckten Beinen vor- und zurückschieben können? Wohl kaum. An so etwas hat die Natur nicht gedacht, als sie die Kniescheibe entwickelte.

„Keine Energie verschwenden“, so lautet die Devise der Evolution. Unser Körper ist darauf ausgerichtet, Energiefresser bei unseren Bewegungen so weit wie möglich auszuschalten und Kraft so wirkungsvoll wie möglich einzusetzen. Um die Muskelkraft optimal auf das Skelett übertragen zu können, müssen die Sehnen in einem bestimmten Winkel ansetzen. Die Kniescheibe macht das möglich, indem sie den Abstand zwischen Knochen und Sehen vergrößert. Hebelwirkung heißt das physikalische Phänomen, das dabei eine Rolle spielt und den Muskeln dazu verhilft, Knochen mit Hilfe von Sehnen zu bewegen, ohne sich dabei allzu sehr anstrengen zu müssen.

Die Kniescheibe verlängert den Hebel eures Oberschenkelknochens um etwa 40 Prozent und spart damit etliches an Kraftaufwand ein, wenn ihr euren Unterschenkel bewegt. Dadurch, dass die Kniescheibe sehr häufig belastet wird, gibt es auch oftmals Abnutzungserscheinungen.