Stormarn
Kindernachricht

Der Fischadler lässt sich wieder im Norden blicken

Die Gattung der Fischadler war früher stark gefährdet

Die Gattung der Fischadler war früher stark gefährdet

Foto: Thomas Hansen / HA

Er gehört zu den königen der Lüften. Rund 130 Jahre lang kam er zuletzt, jetzt brüten zwei Exemplare seiner Art in Schleswig-Holstein.

Sein Gefieder ist braunweiß, er hat große, breite Flügel und einen schlanken Körper. Seine Leibspeise ist Fisch, und er gehört zu den Königen der Lüften. Na, habt ihr schon erraten, von wem die Rede ist? Es geht um den Fischadler. Zwei Exemplare seiner Art brüteten im vergangenen Jahr erstmals seit langer Zeit wieder bei uns in Schleswig-Holstein. Das kam zuletzt vor rund 130 Jahren vor.

Dabei sind die hiesigen Lebensbedingungen für den Fischadler, der 60 Zentimer groß ist und eine Flügelspannweite von bis zu 180 Zentimetern erreicht, ausgesprochen gut. Er bevorzugt nämlich den Aufenthalt in der Nähe von Flüssen, Seen oder Teichen. Zum Brüten suchen sich die Fischadlerweibchen meist hoch gelegene Orte wie Baumkronen oder Telefonmasten aus. Vieles davon gibt es bei uns. Also warum mussten wir solange auf seine Rückkehr warten? Nun, das liegt daran, dass der Fischadler bis Mitte der 1950er Jahre von Menschen bejagt wurde. Außerdem wurde die Verbreitung des Greifvogels durch Umweltgifte eingeschränkt. Durch diese Umstände galt der Fischadler lange Zeit als stark gefährdet.

Mittlerweile hat sich der Bestand des Tieres erholt, seine Art gilt heute wieder als ungefährdet. Künftig sollten wir den Fischadler, wie seinen Artgenossen den Seeadler auch, also öfter zu Gesicht bekommen.