Stormarn
Schule

Eltern sagen Nein zu Unterbringung von Flüchtlingen

Glindes Bürgermeister Rainhard Zug hat beschlossen, Flüchtlinge in der kleinen Sporthalle der Schule Tannenweg unterzubringen

Glindes Bürgermeister Rainhard Zug hat beschlossen, Flüchtlinge in der kleinen Sporthalle der Schule Tannenweg unterzubringen

Foto: Lutz Wendler,Lutz Wendler / Lutz Wendler

Glindes Bürgermeister Rainhard Zug wurde von Eltern, deren Kinder die Grundschule Tannenweg besuchen, heftig kritisiert.

Glinde.  Dicke Luft an der Glinder Grundschule Tannenweg: Auf einer Informationsveranstaltung der Bildungseinrichtung informierte Bürgermeister Rainhard Zug die rund 300 anwesenden Eltern über den Plan, in der kleinen Sporthalle demnächst 48 männliche Flüchtlinge unterzubringen – und erntete dafür reichlich Kritik.

„Der Tenor war, dass die Eltern dort keine Flüchtlinge wollen“, sagt der Verwaltungschef. Einige hätten einen Sicherheitsdienst gefordert, mehr als zwei Stunden sei diskutiert worden. Zug: „Ich habe gleich gesagt, dass wir nicht über das Ob, sondern nur über das Wie sprechen.“ Die Sporthalle werde so abgegrenzt, dass Flüchtlinge und Schüler nichts miteinander zu tun hätten. Der Sportunterricht sei kaum beeinträchtigt. Am Freitag hat die Stadt ein Haus für 24 Hilfesuchende angemietet. Deshalb wird sich die Belegung der Sporthalle verzögern. Zug spricht vom Einzug am 1. Januar.