Stormarn
Arbeitskampf

Streiken die Busfahrer in Stormarn bald unbefristet?

Ab 21. Oktober kann es zu unbefristeten Streiks kommen

Ab 21. Oktober kann es zu unbefristeten Streiks kommen

Foto: Julia Sextl / HA

Verhandlungen zwischen Gewerkschaft Ver.di und Omnibusverband sind gescheitert. Dauerhafter Ausstand ab 21. Oktober möglich.

Ahrensburg.  Stormarner müssen sich auf einen unbefristeten Streik der Busfahrer einstellen. Im Tarifkonflikt mit den privaten Omnibusbetrieben hat die Gewerkschaft Ver.di die Verhandlungen am Donnerstagabend abgebrochen. Nach mehr als zehnstündigen Gesprächen seien sich die Seiten nicht näher gekommen, teilte Ver.di-Sprecher Frank Schischefsky mit. Die Verhandlungskommission empfahl daraufhin der großen Tarifkommission, die Urabstimmung einzuleiten.

Das bedeutet: Jene Ver.di-Mitglieder, die bei privaten Busunternehmen als Fahrer angestellt sind, könnten ab frühestens Montag, 12. Oktober, darüber abstimmen, ob sie einen unbefristeten Ausstand zur Durchsetzung ihrer Forderungen wollen oder nicht. „Die Auszählung der Stimmen könnte dann eine Woche später beginnen. Ein dauerhafter Streik wäre also frühestens ab Mittwoch, 21. Oktober, denkbar“, sagt Ver.di-Landesfachbereichsleiter und Streikleiter Gerhard Mette.

„Wir versuchen natürlich, den Busverkehr so weit wie möglich aufrecht zu erhalten“

Für den Geschäftsführer des Busunternehmens Dahmetal mit Sitz im lauenburgischen Kastorf, Rembert Mölders, ein Problem: „Wir versuchen natürlich, den Busverkehr im Fall eines dauerhaften Streiks so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. Aber in wie weit wir das tatsächlich hinbekommen, kann ich noch nicht einschätzen.“ Im Ernstfall würden einige Mitarbeiter der Verwaltung einspringen, die ebenfalls einen Busführerschein hätten. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 90 Fahrer, etwa 20 von ihnen sind auf rund zehn Linien im Kreis Stormarn im Einsatz. Die anderen Linien in Stormarn werden von der Ahrensburger Busbetriebsgesellschaft sowie Autokraft bedient.

In den vergangenen Wochen hatten sich landesweit die Fahrer privater Omnibusbetriebe an Warnstreiks beteiligt. Ihr Ziel ist es, ihren Tarifvertrag an jenen der öffentlichen Busunternehmen in Schleswig-Holstein finanziell anzugleichen. Aus Sicht des Omnibusverbandes sind die Forderungen der Gewerkschaft unangemessen.