Stormarn
Ortsentwicklung

Oststeinbeks Politiker wollen neuen Flächennutzungsplan

Rudi Hametner von der Oststeinbeker Wählergemeinschaft (OWG) ist Vorsitzender des Bau- und Umweltausschusses

Rudi Hametner von der Oststeinbeker Wählergemeinschaft (OWG) ist Vorsitzender des Bau- und Umweltausschusses

Foto: Birgit Schücking

Neuer Flächennutzungsplan wird Oststeinbek rund 190.000 Euro kosten. Zuerst will die Verwaltung Nachverdichtungspotenziale ermitteln.

Oststeinbek. Die Gemeinde Oststeinbek soll einen neuen Flächennutzungsplan bekommen. Das ist der Wunsch der Politik. Den entsprechenden Aufstellungsbeschluss segnete der Bau- und Umweltausschuss auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig ab. Das Projekt soll rund 190.000 Euro kosten.

„Das ist ein großer Schritt für Oststeinbek“, sagt Bürgermeister Jürgen Hettwer. „Der Plan gibt die verbindliche Vorlage, damit unsere Anliegen beim Kreis und dem Land Schleswig-Holstein mehr Gewicht bekommen.“ Bis zur Realisierung dauere es zwei Jahre. Mit dem Flächennutzungsplan steuern Gemeinden ihre städtebauliche Entwicklung.

Hettwer: „Mein Ziel ist ein großer Konsens mit Bürgerbeteiligung“

Der Oststeinbeker Flächennutzungsplan wurde 1962 festgelegt, elf Jahre später überarbeitet und mittlerweile 40 Mal geändert. Dadurch besteht kein ganzheitliches Konzept mehr. Außerdem entspricht er in Teilen nicht mehr der heutigen Gesetzgebung.

Mit dem neuen Flächennutzungsplan wird auch ein Siedlungskonzept entwickelt. In einem ersten Schritt will die Verwaltung Nachverdichtungspotenziale im Ort ermitteln. Für die Bereiche Verkehr, Umwelt, Gewerbe und Wohnflächen müssen Gutachten erstellt werden. Den Planungsentwurf soll ein Expertenbüro erarbeiten. „Mein Ziel ist ein großer Konsens mit Bürgerbeteiligung“, sagt Hettwer. Die Gemeinde werde zu diesem Thema auch Workshops organisieren.

Im Haushalt 2015 hat Oststeinbek 35.000Euro für das Projekt eingeplant. 50.000 Euro sollen im kommenden Jahr für den neuen Flächennutzungsplan ausgegeben werden.