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Pölitz

Sturmschäden gehen in die Hunderttausende

Jens Sommerburg, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr in Lübeck

Jens Sommerburg, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr in Lübeck

Foto: Dorothea Benedikt

Auf einem 1400 Meter langen Abschnitt sind 77 Bäume umgekippt oder müssen jetzt gefällt werden, auch die Straße muss repariert werden.

Pölitz. Die Sturmschäden auf der Lindenallee in Pölitz könnten das Land teuer zu stehen kommen. „Wir werden wohl mit einem sechsstelligen Betrag rechnen müssen“, sagt Jens Sommerburg, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr in Lübeck, kurz LBV.

Der Behördenleiter war am Dienstag an die Landesstraße 88 gekommen, um sich ein Bild von den Schäden und den Aufräumarbeiten zu machen. „Wir können jetzt aber noch nicht sagen, ob die Straße repariert wird oder neu gebaut werden muss“, sagt Sommerburg. Erst wenn die entwurzelten Linden, die quer auf der Straße liegen, entfernt und beschädigte Bäume gefällt worden sind, könne man sich ein genaues Bild vom Schaden machen.

Nur 40 Bäume haben überlebt

Sommerburg rechnet damit, dass in drei Wochen die Aufräumarbeiten beendet sein werden. Lediglich 40 Bäume haben Sturmtief „Zoran“ auf der rund 1400 Meter langen Allee überlebt. 77 Bäume wurden entwurzelt oder müssen jetzt gefällt werden.

Unklar ist auch, wann die Straße, die Barkhorst mit Schmachthagen verbindet, wieder für den Verkehr freigegeben wird. „Wir müssen damit rechnen, dass wir eine Ausschreibung machen müssen“, sagt Sommerburg.

Hoffen auf Neubau der maroden Straße

Somit dürfte die Landesstraße, auf der laut der jüngsten Verkehrszählung täglich 300 Autos unterwegs sind, noch mehrere Wochen gesperrt bleiben. Die Menschen aus den umliegenden Gemeinden hoffen indes, dass die seit Jahren marode Straße neu gebaut wird. Auch die CDU-Kreistagsfraktion fordert dies vom LBV. (dob)