Stormarn
Serie „Zahlen, bitte!“

4 Euro kostet zurzeit eine Schale Erdbeeren

Anfang Juni beginnt sie wieder: Die Hauptsaison der Erdbeere

Anfang Juni beginnt sie wieder: Die Hauptsaison der Erdbeere

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Die Erdbeere zählt zu den beliebtesten aller Früchte. Alles was man über die Beere wissen muss, erzählt ein Obstbauberater aus Jork.

Jork. Die Erdbeere ist wahrscheinlich die beliebteste Frucht Deutschlands. Statistisch gesehen vielleicht nicht: Der Apfel zum Beispiel ist schließlich das ganze Jahr über erhältlich und erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit. Trotzdem gibt es jedes Jahr, wenn die Erdbeersaison beginnt, einen Ansturm auf Selbstpflückfelder und Verkaufsstände. Tilman Keller aus Jork ist Obstbauberater für Schleswig-Holstein und erzählt alles, was man über die Erdbeere wissen muss.

Rund vier Zentimer Länge und zwei Zentimeter Breite misst die handelsübliche Erdbeere. Ihr Gewicht beträgt durchschnittlich 20 Gramm. So groß war die Erdbeere in Deutschland nicht immer. Im 18. Jahrhundert wurde die bei uns beheimatete Gartenerdbeere mit einer besonders großen Erdbeerart aus Amerika gekreuzt. „Dadurch ist die uns heute bekannte Erdbeerart entstanden“, sagt Keller.

Bis die Erdbeeren wieder frisch vom Feld gepflückt werden können, ist es noch ein wenig hin. „Anfang Juni beginnt die Hauptsaison“, sagt Keller. „Bis dahin muss man die Erdbeeren noch im Supermarkt kaufen.“ Eine 500-Gramm-Schale koste zurzeit um die vier Euro. „Die Beeren, die im Moment im Handel sind, kommen vor allem aus Spanien“, sagt Keller. „Da ist gerade Haupternte, deswegen sind die Erdbeeren auch relativ günstig.“ Wer doch lieber darauf wartet, die Früchte selbst pflücken zu können, sollte sicher gehen, dass er keine Erdbeerallergie hat. Eine solche gibt es wirklich. „Es gibt Menschen die gegen frische Erdbeeren allergisch sind“, sagt Keller. „Das ist aber sehr selten.“

Insgesamt gibt es Hunderte verschiedene Erdbeersorten. „Hierzulande werden aber nur um die 20 angebaut. Sie unterscheiden sich vor allem in der Reifezeit, der Stabilität und im Geschmack“, sagt Keller. Rein optisch könne nur der Fachmann die Sorten voneinander unterscheiden.