Hamburg/Schleswig-Holstein

NDR-Journalistin will für die SPD in den Bundestag einziehen

Die NDR-Journalistin Kerstin von Stürmer (NDR 90.3) will für die SPD in den Bundestag einziehen (Archivbild)

Die NDR-Journalistin Kerstin von Stürmer (NDR 90.3) will für die SPD in den Bundestag einziehen (Archivbild)

Foto: Picture Alliance / Eventpress

Kerstin von Stürmer tritt im Herbst 2021 gegen Bundestagsabgeordneten Mathias Stein und Bastian Mahmoodi an.

Hamburg/Kiel. Die NDR-Journalistin Kerstin von Stürmer (58) will für die SPD in den Bundestag einziehen. Im Wahlkreis Kiel wird sie dabei gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Mathias Stein und gegen Bastian Mahmoodi antreten. Die SPD Kiel hat die Namen der Bewerber am heutigen Montag öffentlich gemacht. Am Sonntag war die Bewerbungsfrist abgelaufen. Die Bundestagswahl wird im Herbst kommenden Jahres stattfinden.

Stürmer, die seit 1994 beim Hörfunksender NDR 90,3 in Hamburg arbeitet und dort mittlerweile Ressortleiterin Hafen/Talk ist, ist erst seit drei Jahren SPD-Mitglied. Die „kraftgebende Gerechtigkeitskampagne“ des damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz und das „bedrückende Erstarken der AfD“ nennt die Kielerin als Gründe für ihren Eintritt in die Partei. In Hamburg ist Stürmer unter anderem als Moderatorin der Sendung „Das Stadtgespräch“ bekannt. In wöchentlichem Rhythmus spricht sie dort mit prominenten Zeitgenossen über Gott und die Welt.

Kerstin von Stürmer tritt gegen starke Konkurrenz an

Stürmers Kandidatur trifft auf starke Konkurrenz. Mathias Stein (50), seit 1986 SPD-Mitglied, hat den Wahlkreis 2017 direkt gewonnen. Im Bundestag hat er sich der Verkehrspolitik gewidmet und ist dort auch Ausschussmitglied. Bastian Mahmoodi (31) ist Unternehmer und will sich unter anderem um die „Gestaltung der Wirtschaft“ kümmern. Die Bürger wünschten sich zudem „eine Verjüngung der Politik“, sagt er. Mahmoodi ist seit 2016 Parteimitglied.

Die drei Bewerber haben nun Zeit, sich den Kieler Sozialdemokraten vorzustellen, soweit das erforderlich ist. Welcher der drei Kandidaten zum Zuge kommt, wird am 9. November bei einer Mitgliederversammlung entschieden.