Pandemie

Coronavirus: Norddeutschland ist jetzt für Touristen tabu

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Geneviève Wood
Schleswig-Holstein will ab sofort Tagesgäste konsequent von der Küste und den Stränden fernhalten. (Symbolfoto)

Schleswig-Holstein will ab sofort Tagesgäste konsequent von der Küste und den Stränden fernhalten. (Symbolfoto)

Foto: rtn / rtn/radio tele nord

Die Landesregierungen der Nordländer haben beschlossen, touristische Aufenthalte ab Mittwoch vollständig zu untersagen.

Kiel. Norddeutschland ist ab Mittwoch für Touristen tabu. "Reisen aus touristischem Anlass in das Gebiet des Landes Schleswig-Holstein werden ab morgen untersagt. Das kann kontrolliert werden und ordnungsrechtlich durchgesetzt werden“, sagte Schleswig-Holsteins Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) am Dienstag. Das habe das Land gemeinsam mit Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern durchgesetzt. „Das heißt, dass sich Hamburger bitte nicht auf den Weg an die Nordsee, Ostsee und auch nicht an die Binnenseen machen.“

Außerdem habe die Landesregierung beschlossen, dass die Restaurants in Schleswig-Holstein gänzlich geschlossen werden, sagte Buchholz. Sonst biete man Anreize für Touristen, die Restaurantbetriebe als Tagestouristen zu besuchen.

Schon am Mittag hatte er speziell Hamburger Tagesgäste aufgerufen, zu Hause zu bleiben: „Es ist jetzt nicht angebracht, die freie Zeit für Ausflüge zu nutzen, sondern es geht darum, zu Hause zu bleiben.“ Es könne daher in den kommenden Tagen zu Kontrollen kommen. Niemand soll aus touristischen Gründen an die Küsten fahren.

Günther verspricht: Grundversorgung ist sichergestellt

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) verspricht: „Die Grundversorgung ist sichergestellt. Man muss da keine Sorge haben. Alle entsprechenden Läden werden geöffnet bleiben und werden ihre Öffnungszeiten verlängern.“ Alle anderen Läden, die nicht für das tägliche Leben wichtig sind, werden ebenso wie sämtliche Restaurants ab Mittwoch bis zum 19. April geschlossen.

Nur außer Haus-Verkauf nach Vorbestellung ist erlaubt sowie Lieferservice werden erlaubt. Es gehe darum, gegenseitige Infizierungen so schwer wie möglich zu machen. Günther hat eine Bitte: „Gehen Sie dort spazieren, wo wenige Menschen unterwegs sind. Gehen Sie in den Wald oder vor die Haustür. Es geht darum, alles zu vermeiden, wo man mit wahnsinnig vielen Menschen in Kontakt kommt.“

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