Brunsbüttel

Vermisste Frau und Sohn: Polizei geht neuen Hinweisen nach

Flucht statt Suizid? Die vermisste Frau (41) und ihr acht Jahre alter Sohn auf einem Foto, das die Polizeidirektion Itzehoe  veröffentlicht hat.

Flucht statt Suizid? Die vermisste Frau (41) und ihr acht Jahre alter Sohn auf einem Foto, das die Polizeidirektion Itzehoe veröffentlicht hat.

Foto: Polizei

Selbstmord im Watt vorgetäuscht? Vermisste (41) und Sohn (8) werden auch von Interpol gesucht. Hinweis-Telefon der Polizei.

Itzehoe/Hamburg. Die Polizei in Itzehoe und Heide geht neuen Hinweisen nach, die sich um den spektakulären, aber undurchsichtigen Fall der vermissten Frau (41) aus Dithmarschen und ihren acht Jahre alten Sohn drehen. Wie ein Polizeisprecher dem Hamburger Abendblatt am Montag sagte, gebe es derzeit aber keine neuen Hinweise zum Aufenthaltsort der Frau, die eine Haftstrafe wegen Betrugs antreten sollte und ihren Selbstmord im Watt der Nordsee bei Brunsbüttel offenbar vortäuschen wollte.

Es werde derzeit geprüft, ob sie überhaupt Verwandte in Spanien habe, wohin sei entkommen sein könnte. Das hatte sie einem Mann offenbart, dem sie Dinge verkaufte. Ob das eine bewusste Irreführung war, ist ungewiss. Ihre Tochter hatte sie vor etwa zehn Tagen vermisst gemeldet. Auch Interpol sei eingeschaltet, so der Sprecher, aber mit ersten Ergebnisse sei nicht schnell zu rechnen. Der Fall bleibe auch für die Polizei rätselhaft, wenn es auch "etliche Hinweise" gebe.

Vermisste: Polizei sucht weitere Zeugen

Die Vermutung, dass es eine Flucht ist, hatte sich erhärtet, als bekannt wurde, dass die Vermisste ihr Konto und das ihres Sohnes aufgelöst hatte. Auch ihr Auto hatte sie verkauft. Ihr Antrag auf Haftaufschub war abgelehnt worden. Die Polizei bittet weiterhin Zeugen, sich zu melden, Telefon: 0481-940.