Nach Friesenhof-Affäre

Ministerin: Zu wenig Personal für Jugendhilfeeinrichtungen

Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit (SPD)

Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit (SPD)

Foto: C. Rehder/Archiv

Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) hat einen besseren Schutz von Heimkindern in Schleswig-Holstein angekündigt.

Kiel.  Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) hat die Missstände in der Jugendhilfeeinrichtung „Friesenhof“ bedauert und zugleich Maßnahmen für einen besseren Schutz von Heimkindern angekündigt.

Es schmerze sehr, wenn Jugendliche nicht die Hilfe bekämen, die sie bräuchten, sagte die Ministerin am Dienstag in Kiel bei einer Sondersitzung des Sozialausschusses des Landtags. Als Schwachpunkt nannte sie zu wenig Personal des Landesjugendamtes für die Heimaufsicht. Nur sechs Mitarbeiter seien für die Kontrolle von 1800 Einrichtungen in Schleswig-Holstein zuständig. Hier solle aufgestockt werden. Außerdem solle geprüft werden, eine Ombudsstelle für Beschwerden von Jugendlichen einzurichten.

Zwei Mädchenehim der umstrittenen Kinder- und Jugendhilfeinrichtung im Kreis Dithmarschen waren in der vergangenen Woche behördlich geschlossen worden - wegen unzureichenden Fachpersonals und inakzeptabler pädagogischer Methoden. Am Montag war zudem bekannt geworden, dass ein inzwischen gekündigter pädagogischer Mitarbeiter ein sexuelles Verhältnis mit einer minderjährigen Heimbewohnerin hatte. (dpa)