Handball

TSV Ellerbek: Gedämpfte Freude nach dem zweitem Sieg

Hennes Paulsen trifft in Wester­rön­feld dreimal aus dem freien Spiel heraus und verwandelt einen Siebenmeter.

Hennes Paulsen trifft in Wester­rön­feld dreimal aus dem freien Spiel heraus und verwandelt einen Siebenmeter.

Foto: Ulrich Stückler / HA

Oberliga-Männerteam geht geht nach 23:19-Sieg in Westerrönfeld in unfreiwillige Corona-Pause. Aber Kleingruppen trainieren weiter

Ellerbek.  Richtige Freude wollte bei Nico Kibat, dem Trainer der Oberliga-Handballer des TSV Ellerbek, am Autotelefon anfangs nicht aufkommen, als ihn die Fragen zum 23:19 (8:10)-Sieg seines Teams bei der stark eingeschätzten HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg erreichten. „Die Nachricht vom anstehenden Zehn-Personen-Limit für Training und Wettkampf hat mir schon ein wenig den Stecker gezogen“, sagte Kibat hörbar zerknirscht. „14 Wochen Gesamtvorbereitung, fast zwei Monate intensives Training, unser optimaler Start in die Saison – das alles soll jetzt möglicherweise für lange, unbestimmte Zeit dahin sein? Was sind unsere beiden Siege wert, wird die Saison eventuell abgebrochen? Das sind alles Gedanken, die sich jetzt auf unsere Stimmung legen.“

Es wäre ein Jammer, denn die Ellerbeker Männer haben tatsächlich die von sich selbst geforderte Einordnungshilfe erhalten, wie der überdeutliche 42:20-Auftakterfolg gegen die SG Wift zu bewerten sei. Die Westerrönfelder wurden im Vorfeld als einer der stärkeren Gegner der Oberligagruppe A eingeschätzt, und weite Passagen des „Kampfspiels“, wie Kibat die Partie betitelte, haben diesen Eindruck bestätigt.

Das Spiel beginnt auf beiden Seiten nervös

Der Beginn der Partie war von Nervosität geprägt. Die Gastgeber wollten sich ihren Fans im ersten Heimspiel der Saison in Bestform präsentieren. Kibat: „Wir haben uns da anfangs vielleicht ein wenig anstecken lassen.“

Wichtigste Erkenntnis war, dass sich die Ellerbeker aber nicht aus der Ruhe bringen ließen, auch wenn vorne nicht gleich jede Aktion gelang. „Dafür hat die Abwehr mit unserem jungen Georg Butenschön als Organisator wieder sehr gut gestanden“, konstatierte Kibat und hatte kein Problem damit, die Matchwinner des Tages zu benennen. „Unsere Torhüter Luis Skroce in der ersten Halbzeit und Florian Knust nach der Pause haben einfach überragend gehalten.“ Mit dem taktischen Schachzug, nach Wieder­anpfiff konsequent ohne Keeper in 7:6-Überzahl anzugreifen, stellte der TSV die Weichen auf Sieg.

Kibat: „Jetzt schauen wir, dass wir das Beste aus der neuen Verordnung machen. Zumindest Athletiktraining in Zehnergruppen wird es geben.“