Fussball

SV Rugenbergen steuert dritten Heimsieg an, SVHR abgesagt

Kein Stammplatz: Abwehrspieler Marcel Peters und der SV Rugenbergen gehen wieder getrennte Wege.

Kein Stammplatz: Abwehrspieler Marcel Peters und der SV Rugenbergen gehen wieder getrennte Wege.

Foto: Ulrich Stückler / HA

Der Oberligist empfängt mit dem Bramfelder SV einen weiteren Kunstrasenspezialisten. SVR und Abwehrmann Marcel Peters trennen sich

Bönningstedt.  Unterschiedliche Vorstellungen. Bei den Oberliga-Fußballern des SV Rugenbergen sah das so aus, dass sich Abwehrspieler Marcel Peters stark genug für einen Stammplatz fühlte, Trainer Michael Fischer dieses Gefühl aber nicht erwiderte. Konsequenterweise einigten sich beide Seiten vor dem Heimtreffern der Bönningstedter gegen den Bramfelder SV darauf, in Zukunft getrennte Wege zu gehen. Der 28 Jahre alte Peters war im Sommer von Buchholz 08 an die Ellerbeker Straße gewechselt.

Ob Fischer der Verlust eines Tages noch schmerzt? Die Reihen lichten sich jedenfalls, nachdem sich außer vielen Verletzten (Feigenspan, Homfeldt, Kurowski, Schrage, Urdin) auch die angeschlagenen Andrew Banoub und Steven Tegeler für das dritte Heimtreffen der Saison abgemeldet haben. Wegen seiner Gelb-Roter Karte beim 2:4 in Sasel fehlt Jan-Niclas Galke, der allerdings befugt ist, der Zweiten im Kreisliga-Punktspiel gegen den TB Haseldorf zu helfen.

Rückkehr von Neumann und Dieterich in den SVR-Kader scheint möglich

Das alles kann Michael Fischer aber nicht erschüttern, zumal vage Hoffnung auf einen Einsatz der ebenfalls lädierten Leon Neumann und Felix Dieterich besteht. Der Appener versprüht Zuversicht: „Wie unsere vorherigen Heimgegner HSV III und USC Paloma sind auch die Bramfelder auf Kunstrasen spezialisiert. Ich sehe eine gute Chance, dass wir auf unserem Naturrasen erneut gewinnen.“

Der Optimismus geht einher mit Respekt vor Raoul Bouveron, der beim Bramfelder 3:2 über Buchholz in Anwesenheit Fischers groß aufgedreht und das 2:0 erzielt hatte. Von 2016 bis 2019 hatte Bouveron für den SVR gekickt und insgesamt keinen schlechten Eindruck hinterlassen. Nach Möglichkeit soll er das Schicksal von Max Scholz (HSV III) und Kevin Lorke (USC Paloma) teilen, die an früherer Wirkungsstätte diese Saison nichts bewegen konnten und leer ausgegangen waren.

Union-Coach Thorben Reibe trifft seinen alten Teamkameraden als Gegner wieder

Im Torneum gibt es ein Wiedersehen von Thorben Reibe, Trainer des Tabellenletzten Union Tornesch, und Alexander Borck, Offensivkraft des SC Victoria. Beide Männer blicken auf eine gemeinsame Zeit von 2013 bis 2018 beim VfL Pinneberg zurück und stehen weiterhin im Kontakt. Dabei hat Reibe dem einstigen Teamgefährten schon mit den Worten geschmeichelt, „dass der SC Victoria nun wirklich zu den Top drei“ in Hamburgs Oberhaus zähle. Was die Tornescher allerdings nicht gehindert hatte, den Blau-Gelben, zurzeit Sechster, am 22. September 2019 (2:2) einen Zähler abzuknöpfen.

Wichtiger Mann in der Defensive war seinerzeit Kjell Ellerbrock, dessen Wechsel zum TSV Sasel der FCU bislang nicht aufgefangen hat. 20 Gegentore in fünf Partien zeigen, wie sehr Ellerbrock, Phillip Kuschka (Bänderriss) oder Jan-Philipp Zimmermann, der noch bis Ende des Monats im Urlaub weilt, der Abwehr fehlen.

Trainer Thorben Reibe will nicht klagen, sich mit der Lage arrangieren und vor allem die vielen unerfahrenen Spieler im Kader fördern. „Es macht nämlich Spaß mit ihnen.“ Das soll darauf hinauslaufen, die Jungen für den Abstiegskampf, der auf die Tornescher nach dem Ende der Hinrunde wartet, zu stählen. Wenn vorher noch der eine oder andere Punkt hängen bleibt, umso besser.