Pinneberg
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Union Tornesch: Thorben Reibe sucht einen neuen Co-Trainer

Mit diesem Anblick ist zum Saisonende Schluss: Co-Trainer Andreas Popko (l.) sitzt als Ratgeber an der Seite von Union-Chefcoach Thorben Reibe.

Mit diesem Anblick ist zum Saisonende Schluss: Co-Trainer Andreas Popko (l.) sitzt als Ratgeber an der Seite von Union-Chefcoach Thorben Reibe.

Foto: KBS-Picture

Andreas Popko (51) gibt beim Oberligisten zum Saisonende den Posten als Assistenzcoach auf. Ligarivale SVR muss zehn Ausfälle verkraften

Tornesch.  Bei den Oberliga-Fußballern von Union Tornesch kann sich Chefcoach Thorben Reibe noch gut an das 2:2 am 22. September 2019 gegen den SC Victoria erinnern. „Wir waren früh 0:2 in Rückstand geraten und ich hatte mir überlegt, defensiv zu wechseln, um uns ein 0:5 zu ersparen. Andreas hatte mich dann davon überzeugt, dass wir weiter mutig vorne drauf gehen sollen. Am Ende ist der Punkt also sein Verdienst gewesen.“

Mit diesen konstruktiven Ratschlägen ist es bald vorbei. Während Reibe seinen Vertrag in der Zwischenzeit um eine weitere Saison verlängert hat, schlägt Assistent Andreas Popko das Angebot des Clubs aus, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Der 51 Jahre alte Tornescher der mit viel Leidenschaft früher selbst die Union-Erste in der Bezirksliga angeführt hatte, liefert die Begründung. „Seit 18 Jahren bin ich ununterbrochen für den Fußball unterwegs. Jetzt wird es höchste Zeit für eine schöpferische Pause.“ Ob Popko in sechs Monaten oder fünf Jahren wieder für den Sport motiviert sein werde, könne er zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sagen.

A-Juniorentrainer Schwabe lehnt den Posten im Oberligateam ab

Thorben Reibe begibt sich auf die Suche nach einer neuen rechten Hand, nachdem er bei seinem Wunschkandidaten Martin Schwabe, Trainer der Tornescher A-Junioren, abblitzte. Kooperativ soll der Neue an seiner Seite sein und trotzdem eigene Ideen haben – so wie Andreas Popko, der heute nicht zum Punktspiel bei Hamm United fahren muss, sondern es sich zuhause gemütlich machen kann.

Die Partie auf dem Rasen im Hammer Park wurde witterungsbedingt bereits gestern abgesagt. Für den Tabellen-13. FC Union hat das den Nachteil, dass Phillip Kuschka und Kjell Ellerbrock ihre Sperren nach Roten Karten nun im noch wichtigeren Heimspiel gegen den FC Süderelbe abbrummen müssen.

Von einem 2:2 gegen den SC Victoria kann Andjelko Ivanko beim Punktspielauftakt nach der Winterpause nur träumen. Dem Coach des SV Rugenbergen fehlen heute auf dem Kunstrasen Hoheluft nämlich zehn Akteure verzichten. Aufgrund schwerer Verletzungen sind Felix Dieterich, Patrick Hoppe, Edouard Mesenholl und Christian Pollner ebenso wenig einsatzfähig wie die Rekonvaleszenten Jan Düllberg und Steven Tegeler.

Außerdem stehen Kapitän Sven Worthmann (Urlaub), Andrew Banoub (Knieprobleme), Kevin Beese (Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber) und Neuzugang Enzo Simon (Verdacht auf Muskelfaseriss) nicht zur Verfügung.

Spiel bei „Vici“ ist Chance für die SVR-Bank, sich zu präsentieren

Die Erwartungserhaltung von Andjelko Ivanko beschränkt sich deshalb darauf, „dass wir beweisen wollen, in den vergangenen Monaten als Gemeinschaft gereift zu sein“. Mika Feigenspan (746 von 1890 möglichen Einsatzminuten), Nicolaj Rörström (484), Jaques de Oliveira (424) und Pascal Gerber (283) hätten aber nun die Gelegenheit, sich in den Vordergrund zu spielen. Angedacht ist zudem, dass Ivanko von der zweiten SVR-Mannschaft (Kreisliga 8) Stürmer Tim Hamer ins Aufgebot holt.

Ob es zum von Ivanko gewünschten Kreisderby im Viertelfinale des Lotto-Pokals kommen kann, entscheidet sich möglicherweise noch nicht diesen Sonntag. Das Achtelfinale der SV Halstenbek-Rellingen (Landesliga) bei Kreisliga-Tabellenführer SV Hamwarde (Staffel 3) droht ebenso auszufallen wie das Landesliga-Duell der Kellerkinder zwischen dem VfL Pinneberg und Blau-Weiß 96. Die Halstenbeker hoffen auf eine frühzeitige Wasserstandsmeldung aus dem Südosten Hamburgs, zumal sie die Fahrt in einem gecharterten Bus antreten wollen. Favoriten sind sie keineswegs, zumal die Gastgeber im aktuellen Wettbewerb schon drei Landesligateams (SC Sternschanze, VfL Lohbrügge, Vorwärts/Wacker Billstedt) ausgebootet haben.