Pinneberg
Handball

TuS Esingen hält HSG Pinnau im Kreisderby bei 14 Toren

Tobias Haan (TuS Esingen) erzielt gegen HSG-Keeper Marco Simonsen eines seiner sechs Tore für den Derbysieg des Tabellenzweiten.

Tobias Haan (TuS Esingen) erzielt gegen HSG-Keeper Marco Simonsen eines seiner sechs Tore für den Derbysieg des Tabellenzweiten.

Foto: Ha

Hamburg-Liga: Tornescher Männer rühren nach Ausfall von drei Rückraumschützen „Abwehrbeton“ an. TSV Uetersen stürzt den Tabellenzweiten

Tornesch.  Im Handball-Kreis­derby der fehlenden Schlüsselspieler hat der TuS Esingen in der Hamburg-Liga gegen die HSG Pinnau mit 22:14 (10:6) die Oberhand behalten. Ohne seine Top-Rückraumschützen Daniel Günter (verletzt), Dennis Lißner (krank) und Max Lemke (verhindert) musste der Tornescher Coach Michael von Thun sein Heil über die Außenpositionen sowie durch individuelle Aktionen suchen.

Von Mitte der ersten Halbzeit an ging die Rechnung auf. Hatte zuvor ein gerüttelt Maß an Wurfpech die 6:5-Gästeführung (18.) begünstigt, bildete nun die giftige Esinger Abwehr, die viele Bälle erkämpfte, den Grundstein für einen 19 Minuten – über die Pause hinweg – währenden 9:1-Lauf des TuS Esingen. Fortan ließ von Thuns Team die HSG Pinnau nie näher als auf vier Tore herankommen. „Wir mussten über die Abwehr kommen, das haben die Jungs erkannt und umgesetzt“, sagte Michael von Thun.

Die Verlierer sind dennoch mit ihrer Leistung zufrieden

Gästetrainer Sascha Burmeister, der auf seinen verletzten Toptorjäger Julian Biehl (86 Treffer) verzichten musste, hatte zwar auf mehr Zählbares in der Klaus-Groth-Halle gehofft, war aber nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Zieht man die sieben Treffer ab, die wir per Gegenstoß kassiert haben, bleiben noch 15 Tore aus dem freien Spiel heraus. Unsere Abwehr und Torhüter waren wirklich super“, sagte Burmeister. „Leider konnten wir im Angriff unsere weiteren Ausfälle von Heinrich Booke, Jan Hahn und nach 30 Minuten auch Marvin Thaler nicht kompensieren, zumal für mich der beste Mann bei den Esingern deren Torhüter gewesen ist.“

Besagter Benjamin Boje wird schon am kommenden Sonnabend (20 Uhr, Langenfort) mit seinem besten „Stoff“ erneut gefordert sein. Dann gilt es, den nach Minuspunkten gleichgestellten Verfolger HG Hamburg-Barmbek II auf Distanz und zumindest die realistischen Chancen auf Platz zwei in der Endabrechnung aufrecht zu erhalten.

Dem TSV Uetersen gelingt ein Überraschungssieg beim THB Hamburg 03

Dass die Tornescher in der Tabelle bereits jetzt diese Höhenluft schnuppern dürfen, haben sie den Nachbarn vom TSV Uetersen zu verdanken. Ohne ihren verhinderten Coach Sören Stelling angereist, setzten sich die Rosenstädter beim bisherigen Zweiten THB Hamburg 03 mit 26:23 (15:13) durch. Angestachelt durch das verletzungsbedingte Aus für Dreifachtorschütze Nils Ladiges setzte sich der TSV von 12:12 auf 15:12 (28.) ab und lag von da an nicht mehr zurück.

Die Spielgemeinschaft von HTS/Blau-Weiß 96 stand derweil bei Ligaprimus HT Norderstedt mit zehn Spielern inklusive Keeper auf verlorenem Posten. Das 24:44 (8:20) war in seiner Deutlichkeit schon früh (4:14/19.) absehbar.

Für Schlusslicht Barmstedter MTV haben im Kellerduell beim TH Eilbeck die Trauben nach der ersten Halbzeit zu hoch gehangen. Bis zum 13:14 zur Pause noch auf Augenhöhe, konnten die Männer von Coach Matthias Matuch das deutliche 26:34 nicht verhindern.