Handball

Ein Pokal-Achtelfinale als willkommene Ligavorbereitung

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Für den fünffachen Torschützen Peer Kurschus (HSG PInnau) ist das Pokalmatch auch ein Spiel gegen sein ehemaliges Team TH Quickborn.

Für den fünffachen Torschützen Peer Kurschus (HSG PInnau) ist das Pokalmatch auch ein Spiel gegen sein ehemaliges Team TH Quickborn.

Foto: Ulrich Stückler

Hamburg-Ligist HSG Pinnau siegt bei Landesliga-Vertreter Holstein Quickborn mit 27:26. Teams sehen Match als Test für Punktspiele.

Quickborn.  21 Uhr. Tore Wiechers, Hamburg-Liga-Handballer der HSG Pinnau, eilt mit einem Sporttaschen-Trolley im Schlepp über den Parkplatz am Sportzentrum Ziegenweg in Richtung Lilli-Henoch-Halle. Verspätung beim Pflichtspiel? „Muss leider“, sagt Wiechers bedauernd, „Schule geht vor.“ Aber wenigstens in der zweiten Halbzeit der bereits laufenden Achtelfinal-Pokalbegegnung zwischen dem gastgebenden Landes­ligisten TuS Holstein Quickborn und seinem Team will er noch eingreifen.

Mit Erfolg. In der 56. Minute erzielt der Linkshänder per Gegenstoß sein einziges und zudem das bereits letzte Tor für die Mannschaft von HSG-Coach Sascha Burmeister zu deren 27:23-Führung. Es soll der entscheidende Vorsprung sein, denn der Underdog, dreht nochmal auf und macht es spannend.

Nachdem die Männer von TuS-Trainer Marcus Schwarzer, die in der Landesliga als Staffeldrittletzter um den Klassenerhalt kämpfen, ihren umjubelten Ausgleich zum 18:18 (37.) binnen vier Minuten zum 18:22 doch wieder aus der Hand gegeben haben, stecken sie jedoch nicht auf. In diesem von Fehlern auf beiden Seiten durchzogenen Spiel bringen Carl-Simon Ullfors per Siebenmeter sowie Thorben Kuhlmann und Jan Schaefer ihr Team mit noch 68 zu spielenden Sekunden bis auf ein Tor heran.

Doch es reicht nicht mehr zur Verlängerung. Der letzte Freiwurf durch Ullfors mit abgelaufener Spielzeit landet in der Mauer der dicht zusammengedrängten Gästespieler. Die Pinneberg stehen im Viertelfinale, die Quickborner können sich nun ganz auf die Landesliga konzentrieren.

„Genau deswegen bin ich über die Pokalansetzung dankbar“, sagte Holstein-Trainer Marcus Schwarzer. „Wegen der leidigen Situation mit den nicht verfügbaren Sporthallen über die Feiertage hinweg war dieses Pflichtspiel auch unsere erste Arbeit mit Ball seit fast drei Wochen. Die fehlende Praxis hat man uns besonders gegen Ende der ersten Halbzeit angemerkt. Zumal Glenn Ehrens und Alex Meier gerade erst vom Auslandssemester auf Bali zurück sind.“

Schon im Spielverlauf machte Schwarzer eine Steigerung aus, die in die nächste Pflichtspielaufgabe einfließen soll. „Am Sonntag spielen wir hier um 16 Uhr gegen die SG Altona, unseren direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Was wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, sollte uns mit breiter Brust antreten lassen. Da haben sich die Jungs in der Abwehr besser unterstützt und die nötigen Schritte mehr gemacht, um eine gute Abwehr zu spielen.“

Ähnlich bewertet HSG-Trainer Sascha Burmeister das Pokalmatch. „Unser letztes Pflichtspiel haben wir am 7. Dezember bestritten. Es war wichtig, dass wir wieder in den Wettkampf reinkommen, ehe es am Sonnabend beim TH Eilbeck um Punkte geht. Kommende Pokalrunden müssen wir aber hoffentlich nicht vor wichtigen Punktspielen bestreiten.“

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