Pinneberg
Handball

Mit breiter Brust geht es in zwei Derbys

Dennis Lißner setzt entschlossen im Duell mit Norderstedts Benjamin Etzdorf zum Wurf an.

Dennis Lißner setzt entschlossen im Duell mit Norderstedts Benjamin Etzdorf zum Wurf an.

Foto: Johannes Speckner

Esinger Männerteam bezwingt in der Hamburg-Liga den Tabellenführer HT Norderstedt. Nun folgen noch Duelle gegen Barmstedt und Uetersen.

Tornesch. „Die Mannschaft hat ihre Lektion gelernt. Nur mit vollem Einsatz sind unsere Ziele zu erreichen“, sagt Michael von Thun. Der Trainer der Esinger Hamburg-Liga-Handballer kann die kommenden zwei Aufgaben vor der Weihnachtspause mit seinem Team nach dem 28:24 (12:11)-Heimsieg gegen Tabellenführer HT Norderstedt voller Selbstbewusstsein angehen.

„Gegen Norderstedt waren wir schon beim Aufwärmen voll fokussiert und die ganze Zeit über die bessere Mannschaft. Wir haben in Angriff und Abwehr gleichermaßen überzeugt“, lobte Trainer von Thun das kompakte Auftreten seines Teams. Norderstedt hatte zuvor erst ein Spiel verloren.

Der Oberliga-Absteiger TuS Esingen hat noch zwei Derbys vor der Pause im Programm. An diesem Sonnabend ist der TuS beim Barmstedter MTV zu Gast (19.30 Uhr, Schulstraße). Von Thun warnt vor Nachlässigkeiten: „Der BMTV ist zwar Tabellenletzter, aber Derbys haben ihre eigenen Gesetze und wir werden den Gegner bestimmt nicht unterschätzen.“

TuS Esingen will im Aufstiegsrennen mitmischen

Der TuS-Coach hofft auf eine ähnlich griffige Spielweise wie zuletzt in Norderstedt: Angeführt von einem überragenden Daniel Günther, der elf Treffer, darunter vier Siebenmeter beisteuerte, gerieten die Gastgeber in der gesamten Partie nicht einmal ins Hintertreffen. „Wir wollen oben so lange wie möglich mitspielen und Meisterschaft und Aufstiegsrennen spannend machen“, gibt von Thun die Losung für sein Team aus. Entscheidend war ein 7:1-Lauf direkt nach der Pause.

Gewinnt der TuS Esingen in Barmstedt feiert er mit einem Sieg im Wiederholungsspiel gegen Uetersen (14. Dezember) nicht nur einen gelungenen Jahresabschluss, sondern kann zu den Spitzenteams aufschließen.

Die HSG Pinnau (Tabellenachter, 8:12 Punkte) hatte beim ungefährdeten 36:26-(17:13)-Heimerfolg gegen das zweite Team der SG Hamburg-Nord in Marcel Boster (8 Tore) und Julian Biehl (7/3) die besten Torschützen und tat dank einer kompakten und ab der 10. Minute auch konstanten Teamleistung einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Einen Rang dahinter liegt punktgleich die HTS/BW96 Handball, die bei der HG Hamburg-Barmbek II mit einer 20:31 (13:14)-Pleite die sportliche Talfahrt fortsetzte. Acht Tore des herausragenden Clemens Doll reichten nicht, um die Barmbeker zu gefährden.

Einen Rückschlag erlitten die zuletzt erfolgreichen Handballer des TSV Uetersen, die beim Vorletzten TH Eilbeck 34:36 (14:20) unterlagen. Schwache fünf Minuten vor und nach der Pause führten zu einem Sieben-Tore-Rückstand (16:23, 35.) den die Gäste auch mit einem energischen Schlussspurt nicht mehr wettmachen konnten.

Nach der 23:32 (8:15)-Niederlage beim SC Alstertal-Langenhorn sind die Männer des Barmstedter MTV auf den letzten Rang abgerutscht (2:18 Punkte). Der reaktivierte Ole Pauschert feierte mit vier Treffern einen gelungenen Einstand.

Im Abstiegskampf der Hamburg-Liga-Frauen ist dem Moorreger SV ein wichtiger Sieg gelungen. Das Team von Trainer Andree Buhse gewann gegen den direkten Konkurrenten SC Alstertal-Langen mit 24:23 (16:10). Beste Torschützin des MSV war Mandy Brügemann, die neunmal den Ball im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. Circa drei Minuten vor dem Ende führte Moorrege noch mit vier Toren (24:20), ehe es noch einmal richtig spannend wurde. Am heutigen Mittwoch empfängt Moorrege den TuS Esingen in der zweiten Pokalrunde (20.30 Uhr, Kirchenstraße 30).

Die Tornescherinnen bezwangen das noch sieglose Schlusslicht HSV/Hamm 02 problemlos mit 32:17 (12:9). Luissa Pohlmann war mit zehn Treffern Toptorschützin. Der TSV Ellerbek II unterlag bei der SG Wilhelmsburg mit 21:26 (13:14). Die Gäste erwischten einen guten Start (7:1, 8. Minute) und brachen dann ein (11:11, 20.). Eine Viertelstunde vor dem Ende setzten sich die Wilhelmsburgerinnen dann entscheidend ab. Beste Ellerbek-Werferin: Julia Daub (6).