Pinneberg
Volleyball

3:0 in 61 Minuten – harter Kampf wird zu leichtem Spiel

Anne Schmitt (r.) zeigt sich gegen ihren Ex-Verein VG WiWa in Topform und blockt hier Karen Böckel.

Anne Schmitt (r.) zeigt sich gegen ihren Ex-Verein VG WiWa in Topform und blockt hier Karen Böckel.

Foto: Ulrich Stückler

Regionalliga-Frauenteam der VG Elmshorn fertigt Verfolger VG WiWa Hamburg in drei Sätzen ab. Zielsetzung wird nun nach oben korrigiert

Elmshorn/Pinneberg.  Dieser Schnelldurchgang hat nun auch Michael Behrmann endgültig zum offiziellen
Umdenken veranlasst. Nach dem überdeutlichen 3:0 (25:17, 25:16, 25:17)-Heimsieg über die VG WiWa Hamburg in nur 61 Netto-Minuten Spieldauer sieht der Trainer der Regionalliga-Volleyballerinnen der VG Elmshorn die Zeit für eine Neuausrichtung des Saisonziels gekommen. Schließlich war dies die Topbegegnung des Spieltags – Tabellenzweiter VGE gegen Ligavierter WiWa.

„Meine Aussage war immer, dass wir für den sicheren Klassenerhalt – und das allein war bislang unser Ziel – 30 Punkte benötigen“, sagte Behrmann nach dem für ihn ungewohnt entspannten Match. „Jetzt haben wir zwei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde bereits 22 Zähler auf dem Konto, da müssen wir einfach über mehr reden.“ Dieses „Mehr“ wird dann auch durch die aktuelle Tabelle der Nord­staffel klar vorgegeben. „Wir sind jetzt Teil eines Trios, das sich schon merklich vom Tabellenmittelfeld abgesetzt hat“, sagt Behrmann. „In dieser kleinen Gruppe da oben wollen wir nun auch bleiben.“

Für Anne Schmitt ist es ein Spiel gegen ihre Vergangenheit

Dass die Elmshornerinnen wie schon in ihrer Premierensaison erneut so gut dastehen, haben sie auch dem Umstand zu verdanken, dass die Neulinge Jocelyn Kontowski, Julia Overbeck, die zurzeit verletzte Leonni Schwarzer, Marie Hoffmann und Anne Schmitt auf Anhieb bestens mit dem übrigen Kader harmonieren. Ungeachtet dieses Wohlfühlfaktors hatte Außenangreiferin Schmitt noch einen Grund, gegen die VG WiWa
vollen Einsatz zu zeigen und sich dafür auch anschließend die Auszeichnung zur wertvollsten Spielerin abholen zu dürfen. Gegen ihren ehemaligen Verein war sie auffälligste Akteurin und verwandelte passend dazu den letzten Angriff mit einem wuchtigen Angriffsschlag.

„Ich bin mit unserem Auftritt voll zufrieden, auch wenn wir in den ersten Satz bis zum 4:7 schwer reingekommen sind“, sagte Michael Behrmann. „Danach ist uns aber nahezu alles gelungen, wir konnten entspannt auf allen Positionen inklusive des Zuspiels durchwechseln – alles ohne merklichen Leistungsabfall.“

Nach einem so souveränen Auftritt blicken die Elmshornerinnen beruhigt, aber doch mit einem gewissen Maß an Spannung ihrem nächsten Match am 30. November (18.30 Uhr, Moorbekhalle) beim Tabellenführer 1. VC Norderstedt entgegen. „Die wollen wohl aufsteigen und müssen etwas zeigen, wir können ohne Druck aufspielen.“

„VG HaPi“ holt Satz gegen Schöneiche – mehr war möglich

Bei den Männern der VG Halstenbek-Pinneberg zeigt die Formkurve in der 3. Liga Nord leicht nach oben.
Dies schlägt sich allerdings bisher noch nicht in Punkten nieder. Das Team von Trainer Sven Klieme luchste der Spitzenmannschaft TSGL Schöneiche immerhin einen Satz ab, verlor aber sein Heim­spiel mit 1:3 (20:25, 25:23, 22:25, 16:25). Dabei fehlte mit Markus Friebe ein Stammspieler im Mittelblock, Nils Sievers rückte dafür von Außen in die Mitte.

„Da war mehr drin, mit etwas mehr Konstanz und weniger Fehlern in der Annahme, hätten wir heute einen Punkt mitnehmen können“, sagte HaPi-Libero Christian Rieck selbstkritisch. Am 30. November geht es in Potsdam weiter.