Pinneberg
Volleyball

Endlich Tabellenführer – aber wohl nur für eine Woche

VGE-Zuspielerin Britta Schümann (M.) und Mittelangreiferin Kim Deutschendorf blocken nur im ersten Satz gemeinsam gegen den Eimsbütteler TV II, dann macht Schümann Platz für Julia Overbeck.

VGE-Zuspielerin Britta Schümann (M.) und Mittelangreiferin Kim Deutschendorf blocken nur im ersten Satz gemeinsam gegen den Eimsbütteler TV II, dann macht Schümann Platz für Julia Overbeck.

Foto: Ulrich Stückler (Archiv)

Regionalliga-Frauenteam gewinnt vorgezogenes Spiel beim ETV II mit 3:0. Drittligamänner der VG HaPi bestreiten am Sonnabend ihr Kellerduell

Elmshorn/Pinneberg.  Die Zufriedenheit mit dem bisherigen Saisonverlauf ist groß bei Michael Behrmann,
Trainer der Regionalliga-Volleyballerinnen der VG Elmshorn. So groß, dass er ganz entspannt mit der Gewissheit umgeht, am für die VGE spielfreien Sonnabend höchstwahrscheinlich die eben erst eroberte Tabellenspitze der Nordstaffel wieder abgeben zu müssen. Dann bestreitet Verfolger 1. VC Norderstedt das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten SV Warnemünde. „Der VCN hat noch keinen Satz abgegeben, das sollte mich schon sehr wundern, wenn die das nicht glatt gewinnen“, sagte Behrmann.

Gegen den ETV gibt es einen 3:0-Sieg im Schnelldurchgang

Aber auf die Gegner zu schauen, ist ohnehin nicht Politik der Elmshornerinnen in ihrer zweiten Spielzeit seit dem Aufstieg in die vierthöchste deutsche Liga. Ihr „eigenes Ding“ machen, hart trainieren und den Mix aus jungen und erfahrenen Spielerinnen zu einer homogenen Mannschaft zu formen, das ist das Ziel.

Mission erneut erfolgreich – das lässt sich schon jetzt konstatieren. Nach ihren klaren 3:0-Auftaktsiegen, auf die zwei Fünf-Satz-Krimis folgten, haben die VGE-Frauen in einer vorgezogenen Partie bei ihrem alten Rivalen Eimsbütteler TV II nun wieder kurzen Prozess gemacht. Für das 3:0 (25:19, 25:19, 25:13) in der ETV-Halle Bundesstraße benötigten die Gäste nur 66 Spielminuten.

Wenige Wechselmöglichkeiten sind kein Problem für die VGE

Dabei hatte sich Behrmann in Eimsbüttel wenig Gedanken über die Start­formation seines Teams machen müssen; dieses stellte sich verletzungs- und urlaubsbedingt fast von alleine auf. „Von den Mittelblockerinnen standen nur Kim Deutschendorf und Silvia Boyens zur Verfügung. Die haben dann auch wie Berit Jensen auf der Diagonalposition und Anne Schmitt im Außenangriff durchgespielt“, sagte der VGE-Trainer.

Dass es dann aber Anlaufprobleme gab und die Elmshornerinnen im ersten Satz über Zwischenstände von 4:4, 8:8, 12:12 nicht aus dem Gleichstand herauskamen, hielt Behrmann den Gastgeberinnen zu Gute. „Der ETV geht immer hochmotiviert in seine Spiele. Denen musst Du erstmal den Zahn ziehen, damit es für dich läuft.“

Das war dann nach dem 15:12 aus VGE-Sicht der Fall. Von da an lief alles rund, und Behrmann konnte vom zweiten Satz an Julia Overbeck für Britta Schümann im Zuspiel bringen. Mitte des Durchgangs übernahm Jocelyn Kontowski den Außenangriff von Katja Saß. Behrmann: „Unsere Stärke: Dem Spielfluss tun die Wechsel keinen Abbruch.“

Die Männer der VG Halstenbek-Pinneberg warten in der 3. Liga auf ihr erstes Erfolgserlebnis. Vor dem vierten Spiel am Sonnabend gegen den Tabellenvorletzten VfK Südwest Berlin (16 Uhr, Jahnhalle) ist die Bilanz mit drei 0:3-Niederlagen ernüchternd.

Ein Silberstreif am Horizont: Außenangreifer Florian Sievers kann nach seiner Schulterverletzung wieder mitwirken, Zuspieler Tom Wollesen (Sehnenverletzung am Zeigefinger) steht ebenfalls wieder zur Verfügung. „Es ist gut, dass sie dabei sind. Aber klar ist auch, dass die beiden ordentlich Rückstand haben und noch ihre Form finden müssen“, sagt „HaPi“-Trainer Sven Klieme. Der muss seit Anfang September zudem auf Mittelblocker Janosch Maas verzichten, der die VG in Richtung Zweitligist Kiel verlassen hat.

Den Gegner schätze er besser ein, als es der derzeitige Tabellenstand vermuten lasse. „Mit Wriezen und Neustrelitz hatten sie schon ein knackiges Auftaktprogramm“, sagt Klieme. Seine Jungs wüssten nun mittlerweile, worauf es in dieser Liga ankomme. „Das Team ist heiß. Wir werden alles reinhauen“, so der Trainer. Und dann müsse man abwarten, wofür es am Ende dann reiche...