Pinneberg
Handball

Junges Ellerbeker Team stößt an seine Grenzen

TSV-Trainer Nico Kibat motiviert seine Spieler bei einer Auszeit. In Hürup gab es aber nichts zu holen.

TSV-Trainer Nico Kibat motiviert seine Spieler bei einer Auszeit. In Hürup gab es aber nichts zu holen.

Foto: FOTO: Ulrich Stückler / Ulrich Stückler

Oberligist unterliegt beim TSV Hürup deutlich mit 24:35. TSV-Frauen besiegen SG Todesfelde/Leezen und starten somit optimal in die Saison.

Ellerbek. „Hürup ist nicht das Auswärtsspiel, bei dem man Punkte mitnehmen muss“. Nico Kibat, Trainer der Oberliga-Handballer des TSV Ellerbek, war nach der deutlichen 24:35 (7:14)-Niederlage beim Konkurrenten aus dem Flensburger Umland keineswegs deprimiert. Die gegnerische Mannschaft hatte in der vergangenen Spielzeit lange mit um den Meistertitel gekämpft. ,„Wir haben neben Flensburg/Handewitt die jüngste Mannschaft in der Oberliga. Da sind Rückschläge programmiert. In Hürup werden noch ganz andere Mannschaften verlieren“, sagt Kibat, der neue Coach der jungen Ellerbeker Garde.

Der ehemalige Erstligaspieler sah zunächst eine eigene Mannschaft, die nur schwer in die Begegnung fand und die eigenen Angriffs-Konzeptionen nur selten durchsetzen konnte. „Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren“, so Kibat. Logische Konsequenz war ein schneller 1:7-Rückstand (11.) und eine klare 14:7-Führung der Gastgeber beim Halbzeitpfiff.

Hürup erhöhte bis zur 40. Minute sogar auf 21:11, ehe ein Ruck durch die TSV-Crew ging und die Gäste ihre Befangenheit abschütteln konnten. Bis auf 19:25 (48.) kämpfte sich der Außenseiter heran. „Da hatten wir das Momentum auf unser Seite und hätten weiter verkürzen können“, so der Ellerbek-Coach. Doch die Hüruper zogen das Tempo wieder an.

Oberliga-Männer peilen nach Umbruch Klassenerhalt an

„Mir ist wichtig, dass die Jungs mit erhobenem Kopf von der Platte gekommen sind. Wir werden in Ellerbek weiter auf den Nachwuchs setzen und den Umbruch vorantreiben“, so Kibat. Er will seinen jungen Spielern weiter das Vertrauen schenken. Einen spielenden Co-Trainer Tarek Fejry, der in der Abwehr die Jungspunde mit seiner Erfahrung unterstützt, wird es deshalb auch nicht regelmäßig geben.

Kibat: „Die Oberliga ist eine starke, sehr ausgeglichen besetzte Spielklasse. Da wollen wir uns auch in der kommenden Saison beweisen. Wichtig ist deshalb, dass sich die Jungs weiter entwickeln. Wir haben unser Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft. Unser Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt“.

Bei den Ellerbeker Oberliga-Frauen ist die Endplatzierung auf die Tabellenplätze vier bis sechs taxiert. Und dieses nach dem Fast-Abstieg der Vorsaison angestrebte Ziel wird mit deutlichen Ausrufezeichen untermauert. Das Team besiegte den Titelkandidaten SG Todesfelde/Leezen in der Harbig-Halle souverän mit 26:21 (12:9). „Das Team hat Potenzial und wir sind auf einem guten Weg. Egal, wer spielt, jede Spielerin gibt 100 Prozent“, so TSV-Coach Jens Molkow.

Schon vor dem Anpfiff habe er gespürt, dass gegen den Favoriten, bei dem einige Spielerinnen schon Erfahrungen in der 2. und 3. Liga sammelten, etwas zu holen sei. Auch die Video-Analyse des Gegners hat dem Team bei der Einstellung auf die SG enorm geholfen. Hochmotivierte Ellerbekerinnen mit einer in der ersten Halbzeit „fantastisch haltenden“ Torhüterin Lina Kühne hielten die Spannung permanent hoch – und setzten sich nach den ersten 30 Minuten auf drei Treffer ab. Der Gegner kam nur noch einmal bis auf zwei Treffer heran (16:14, 41.), ehe der Gastgeber wieder das Kommando übernahm und den Vorsprung routiniert bis zur Schlusssirene halten konnte.

„Sabrina Wrage hat toll Regie geführt und schöne Zuspiele an den Kreis abgeliefert, auch Yana Hesse war auf Linksaußen stark“, hob Molkow noch zwei weitere Ellerbekerinnen aus einem guten Team-Kollektiv hervor. Am ersten Spieltag gab es einen 33:21-Sieg gegen den Bredstedter TSV.

Ellerbek-Männer, Tore: Max Turkat (6), Lasse Fink (5), Felix Albrecht (4), Hannes Paulsen (3/ davon zwei Siebenmeter), Arnd Sasse (2), Daniel Abel, Marvin Koch, Simon Rix, Yannick Gilles (je 1).

Ellerbek-Frauen, Tore: Julia Steinberg (8), Maren Sicks (5/3), Yana Hesse (5), Sabrina Wrage (4), Ann-Kathrin Skubich (3), Yalda Nischke (1).