Pinneberg
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Frauen des FC Union Tornesch starten optimal

Finia Pohl, (l. Union Tornesch) und Sophie Nörenberg im Sprintduell.

Finia Pohl, (l. Union Tornesch) und Sophie Nörenberg im Sprintduell.

Foto: FOTO: JOHANNES SPECKNER / Johannes Speckner

Nach 2:0-Sieg gegen GW Eimsbüttel ist die Mannschaft Oberliga-Zweiter. Auch der SC Egenbüttel feiert sein erstes Erfolgserlebnis dieser Saison.

Tornesch/Rellingen. Beim letzten Mal traten die Frauenfußballerinnen von Einigkeit Wilhelmsburg in der Oberliga Hamburg nicht an. Eine weitere Partie zuvor wurde abgesetzt. Nun bekam Gegner FC Bergedorf 85 kampflos drei Punkte und drei Tore gutgeschrieben. Passiert dies am kommenden Sonntag beim FC Union Tornesch (15 Uhr, Großer Moorweg 30) erneut? Nach drei Saisonniederlagen und 0:22-Treffern rangiert Einigkeit auf dem letzen Tabellenplatz in Hamburgs höchster Spielklasse.

Abstiegssorgen hat der FC Union Tornesch mit der Maximalausbeute von zwölf Punkten nicht. „Egal wer der Gegner ist, ich will immer gewinnen“, sagt FCU-Trainer Philipp Pohl. Gemeint ist die sportliche Ebene – auch wenn Siege durch Nichtantritt des Gegners dem Tornescher Saisonziel Aufstieg auch nicht schaden würden. „Wir greifen auf jeden Fall an und versuchen, in die Regionalliga aufzusteigen“, sagt der 22 Jahre alte Nachfolger von Mahdi Habibpur, dessen Frau Zwillinge erwartet.

Ihr Auswärtsspiel gegen GW Eimsbüttel gewannen die Tornescherinnen mit 2:0 (2:0). „Im Vergleich zum Sieg gegen Egenbüttel war unsere Leistung etwas besser. Es war in Ordnung“, so Pohl, der vier Jahre Assistent von Habibpur war, bevor er nun den Chefposten übernahm.

Pohls Schwester Finia sorgte für das frühe 1:0 (13. Minute) der Gäste. Nach einem feinen Pass in die Tiefe lupfte sie den Ball über die herausstürzende Torhüterin. Auch beim 2:0 – wenig später – hatte sie ihre Füße im Spiel. Nach einem Schuss aus halblinker Position staubte Teamkollegin Lilian Maeger dann ab (15.). „Danach haben wir es eigentlich sicher runtergespielt“, meinte der FCU-Coach. Einen Schreckmoment aus Tornescher Sicht gab es aber noch gute fünf Minuten vor dem Ende. Ein Fernschuss von Sophie Nörenberg landete auf der Latte.

Nachdem das Glück dem Tornescher Kreis-Rivalen SC Egenbüttel bei der unglücklichen 2:3-Niederlage nach 2:1-Führung am vorvergangenen Wochenende noch gefehlt hatte, konnten sich Trainer Benjamin Wettig und seine Mannschaft nun nach dem vierten Oberliga-Spiel über die ersten Punkte freuen. Am Moorweg in Rellingen gab es einen 5:2-Heimsieg gegen den Harburger TB.

Schon nach 30 Sekunden gingen die Gäste in Führung, doch anders als in der Vergangenheit kam es nicht zum Zusammenbruch des SCE. In der Folge kam das Wettig-Team dann besser ins Spiel und in der 17. Minute zum verdienten Ausgleich. Michelle Janssen schickte Rechtsaußen Alexandra Köhn, die sich durchtankte, dann auch die Torhüterin ausspielte und den Ball ins leere Tor schob.

Anschließend ging der zweikampfstarke Gegner ein zweites Mal in Führung (33.), die bis zur Halbzeit Bestand haben sollte. In der zweiten Halbzeit hielten die Rellingerinnen dann auch körperlich gut dagegen.

Für den Ausgleich sorgte Svea Gottschalk, die Vorlage kam von Paulina Timm (46.) Dies schien das letzte Quäntchen Selbstbewusstsein gebracht zu haben. Den Großteil der Zweikämpfe gewann der bisherige Tabellenvorletzte, die Spielerinnen erhöhten den Druck. Doch Torchancen von etwa Finja Drossel, Judith Kühne oder Paulina Timm blieben ungenutzt.

Als Drossel dann einen schönen Ball in die Tiefe spielte und Timm alleine vor der HTB-Torhüterin auftauchte, versenkte die SCE-Akteurin den Ball aus halblinker Position aus 20 Metern zum 3:2 (64.). Neun Minuten später belohnte sich Kühne mit einem Treffer nach einem Solo für ihre gute Leistung mit dem 4:2 (73.). Drossel erhöhte mit einem Schuss vom Sechzehnereck zum 5:2 (76.). „Auch wenn das Ergebnis am Ende klar aussieht, muss man dem HTB ein Kompliment aussprechen. Das Team hat uns einen harten Fight geliefert und uns das Leben über 90 Minuten extrem schwer gemacht“, sagte ein erleichterter SCE-Coach Wettig.

Nun gelte es an diesem Sonnabend, diese Leistung zu bestätigen, um „die nächsten Punkte beim Walddörfer SV II einfahren zu können“. Der Tabellenzehnte tritt nach dem ersten Erfolgserlebnis ab 11.45 Uhr beim Fünften auf dem Kunstrasenplatz Jahnhöhe (Vahrenswinkelweg 28, Hamburg) an.