Pinneberg
Fussball

6:0 – aber Union-Frauen kommen erst spät in Fahrt

Finia Pohl (l., FCU) – hier gegen Mailin Huynh-Tran Dang (HTB) – beendet in der 55. Minute mit ihrem ersten von drei Treffern die Torflaute.

Finia Pohl (l., FCU) – hier gegen Mailin Huynh-Tran Dang (HTB) – beendet in der 55. Minute mit ihrem ersten von drei Treffern die Torflaute.

Foto: Johannes Speckner

Oberliga-Kickerinnen treffen gegen Harburger TB nach 55 Minuten zum ersten Mal. Ligakonkurrent SC Egenbüttel kommt 2:9 unter die Räder

Tornesch/Rellingen. Der Taktik-Fuchs Mahdi Habibpur staunte zum Saisonauftakt seiner Oberliga-Fußballerinnen des FC Union Tornesch nicht schlecht über den starken Aufsteiger Harburger TB. Seine moderne Variante des 4-3-3-Systems funktionierte nicht gegen diesen Gegner, bei dem B-Jugend-Bundesligaspielerinnen und eine ehemalige Akteurin von Werder Bremen auflaufen.

Nach einem 0:0 zur Pause stellte Habibpur auf eine 3-2-4-1-Formation um. „Ab dann lief es gut. Über die erste Halbzeit habe ich mich schon etwas geärgert“, sagte er. Gleich dreimal traf Finia Pohl (55.,82.,87.). Alisa Rohlfing (64.), Benita Thiel (70.) und Katharina Bendix (73.) sorgten für einen klaren 6:0-Erfolg. „So wie Harburg sich präsentiert hat, glaube ich nicht, dass sie etwas mit dem Abstieg zu tun haben“, lobte der Iraner den Auftaktgegner.

Auf eine Leistungssteigerung wartete Ben Wettig, Trainer des SC Egenbüttel, am 1. Spieltag in der Auswärtspartie gegen den Eimsbütteler TV vergeblich. „Es war ein rabenschwarzer Tag für uns, wir sind böse unter die Räder gekommen. Wir konnten die guten Leistungen aus der Vorbereitung nicht abrufen“, sagte ein enttäuschter Wettig nach der deftigen 2:9 (1:5)-Niederlage.

Nach einer Viertelstunde lagen die Gäste mit 0:3 hinten, Judith Kühne konnte auf 1:3 verkürzen, doch zwei weitere Gegentore ließen jede Hoffnung auf einen positiven Saisonstart im Keim ersticken. Auch in der zweiten Halbzeit bestraften die effektiven Hamburgerinnen jeden SCE-Fehler. „Fast jeder Schuss auf unser Tor war ein Treffer“, so Wettig. Linda Koßmann erzielte kurz vor dem Ende noch den 2:9-Endstand. Hätten Melina Kirschneck und Lenja Dröge nicht noch je einmal auf der Linie geklärt, wäre es zweistellig ausgegangen.