Pinneberg
Handball

Jetzt muss sich zeigen, ob im Team der Mix stimmt

Das Oberliga-Frauenteam des TSV Ellerbek beim Vorbereitungsturnier in Lauenburg (h.v.l.): Lena Thuerich, Elina Heese, Yalda Nietschke, Katja Brandt, Maren Sicks, Yana Heese. V.v.l.: Jens Molkow, Alana Elsner, Nevin Kiel, Lina Kühne, Bolle, Alina Wandschneider, Laura Ristau, Christina Hinrichs. Es fehlen: Mia Dahms, Lisa Schilk, Julia Steinberg, Anna Lena Seemann und Ann-Kathrin Skubich.

Das Oberliga-Frauenteam des TSV Ellerbek beim Vorbereitungsturnier in Lauenburg (h.v.l.): Lena Thuerich, Elina Heese, Yalda Nietschke, Katja Brandt, Maren Sicks, Yana Heese. V.v.l.: Jens Molkow, Alana Elsner, Nevin Kiel, Lina Kühne, Bolle, Alina Wandschneider, Laura Ristau, Christina Hinrichs. Es fehlen: Mia Dahms, Lisa Schilk, Julia Steinberg, Anna Lena Seemann und Ann-Kathrin Skubich.

Foto: TSV Ellerbek

Frauen des TSV Ellerbek starten am Sonntag als Mischung aus Erfahrung und Jugend in die Oberligasaison. Der Bredstedter TSV ist zu Gast

Ellerbek.  Jens Molkow, Trainer der Ellerbeker Handball-Frauen, schaute sich die Abschlusstabelle der Vorsaison noch einmal genau an. „Es ging ziemlich eng zu. Mit fünf weiteren Siegen wären wir schon Fünfter geworden. Die Übermannschaft aus Heide ist nicht mehr dabei, dazu kommt diesmal kein Absteiger aus der 3. Liga zu uns runter“, sagt der Pinneberger. Erst in der Schlussphase der Oberliga-Spielzeit 2018/19 hatten die Ellerbekerinnen den Klassenerhalt gesichert, Kreis-Rivale TuS Esingen stieg ab. Die Eindrücke der Vorbereitung lassen Molkow nun zum Schluss kommen, dass der TSV Ellerbek nach Ablauf der Serie 2019/20, eine Platzierung im Bereich von Rang vier bis sieben belegen möchte.

„Man sollte sich möglichst hohe Ziele setzen, aber dies ist absolut realistisch. Die Mannschaft hat Potenzial. Das hat man jetzt nicht nur beim Fohsack-Cup gesehen“, sagte Molkow, der seit einem guten halben Jahr in Ellerbek an der Seitenlinie steht. Er ist vor dem Oberliga-Start an diesem Sonntag gegen den Bredstedter TSV (16 Uhr, Harbig-Halle) optimistisch. Beim eigenen Traditions-Turnier in der Harbig-Halle gewann der Gastgeber mit 19:17 gegen Staffelkonkurrent FC St. Pauli, ehe es gegen die beiden Drittliga-Vertreter HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen (15:25) und Buxtehuder SV II (15:21) – die Spielzeit betrug 40 Minuten – zwei Niederlagen gab.

„Die Leistungen waren echt in Ordnung. Wenn man bedenkt, dass wir gegen OKT noch acht bis neun hundertprozentige Chancen vergeben haben, die vom Gegner zu Gegenstoßtreffern genutzt worden, ist das Endergebnis sogar fast noch zu hoch“, sagte der 51 Jahre alte TSV-Trainer. Auch gegen Buxtehude habe sein Team gut dagegengehalten und beim Stand von 13:16 im weiteren Verlauf mit drei Pfostentreffern und einem vergebenen Siebenmeter noch Pech gehabt. „Wir haben die Drittligisten ordentlich geärgert“, sagte Molkow, der nach einem weiteren Sieg gegen die starke A-Jugend aus Buxtehude (23:20) – deutscher B-Jugendmeister 2018/19 – punktgleich mit dem Zweiten und Dritten den vierten Tabellenplatz belegte.

Das Team ist ein „gesunder“ Mix aus Erfahrung und Jugend

Beste Werferin war Rückraum-Spielerin Julia Steinberg („Sie ist gerade gut in Form“), die 25 Treffer erzielte. Die Ellerbekerinnen setzen auf eine gesunde Mischung aus erfahrenen Kräften und vielen jungen Spielerinnen. Torhüterin Laura Ristau (30) ist vom TuS Esingen zurück an alte Wirkungsstätte gekommen, Lena Thürich, die Ristau wegen Urlaubs zum Oberliga-Auftakt vertritt, wechselt in die eigene Zweite (Hamburg Liga).

Aus der eigenen A-Jugend sind Yalda Nieschke, Nevin Kiel und Mia Dahms dabei. Vom MTV Herzhorn kamen die Zwillinge Elina und Yana Heese an den Rugenbergener Mühlenweg und sorgen auf beiden Außen- (Yana) und den Rückraumpositionen (Elina) für Variabilität in der Ellerbeker Offensive. Die Langzeitverletzten Katja Brandt (Schulter) und Alina Wandschneider (Kreuzband) können wieder auflaufen. Linkshänderin Lisa Schilk fehlte in der Rückrunde oft beruflich bedingt, steht nun aber wieder zur Verfügung. Christina Hinrichs bleibt der Ersten doch erhalten, Anna Lena Seemann bietet auf Stand-by ihre Hilfe an.

Mit 19 Akteurinnen, die U23-Spielerinnen sollen auch im Hamburg-Liga-Team Spielpraxis sammeln, ist der TSV-Kader groß. Lediglich Nele Radzuweit (SCALA, 3. Liga) und Janine Mielsch (HT Norderstedt) sind fort. Molkow: „Unser Auftaktprogramm ist mit dem in der Rückrunde starken Bredstedter TSV, Titelfavorit Todesfelde, dem starken Aufsteiger HSG Mönkeberg-Schönkirchen und Titelkandidat AMTV knackig. Da zeigt sich gleich, wo wir stehen...“