Pinneberg
Fussball

Frauen von Union Tornesch erreichen Pokal-Halbfinale

Finia Pohl (Nummer 19) wird von ihren Mitspielerinnen Josefin Lutz (l.), Alina Köstner (in ihrem Arm) sowie Johanna Stutzke, Alina Wachter und Alla Yanchenko (v.l.) für ihr Freistoß-Siegtor gefeiert.

Finia Pohl (Nummer 19) wird von ihren Mitspielerinnen Josefin Lutz (l.), Alina Köstner (in ihrem Arm) sowie Johanna Stutzke, Alina Wachter und Alla Yanchenko (v.l.) für ihr Freistoß-Siegtor gefeiert.

Foto: Johannes Speckner

Oberligateam besiegt Ligakonkurrent SC Victoria mit 1:0. Finia Pohl trifft per Freistoß. Gegner in der Vorschlussrunde wird der HSV II

Tornesch.  Der Siegtreffer gelang den Fußballerinnen von Union Tornesch schon in der 34. Minute: Finia Pohl zirkelte einen Freistoß an der gegnerischen Mauer vorbei – der Ball schlug unten rechts im Tor des SC Victoria ein. „Am Ende hat Saskia Schippmann uns mit zwei Paraden im Spiel gehalten“, sagte FCU-Trainer Mahdi Habibpur. Sein Oberliga-Team setzte sich beim direkten Oberliga-Tabellennachbarn mit 1:0 (1:0) im Viertelfinale des Oddset-Pokals durch und steht damit in der Runde der letzten vier Mannschaften.

Ob die Tornescherinnen denn verdient das Halbfinale erreicht hätten? „Das muss ich mit ja und nein beantworten. Nein, weil wir eine wirklich schlechte Vorbereitung hatten und wegen mäßiger Trainingsbeteiligung überhaupt nicht fit waren“, sagte der Union-Coach. Doch seine Spielerinnen hätten gekämpft, „als gäbe es kein Morgen mehr“. Insofern sei das Weiterkommen verdient. „Wir sind wieder als Team aufgetreten, haben immer an uns geglaubt. Die Spielerinnen, die konditionell auf der Höhe waren, sind für die anderen mitgelaufen“, lobte der Iraner, der auf alle Spielerinnen extrem stolz war. Um ein Haar wäre Pohl erneut über eine Standardsituation aus ähnlicher Position der Treffer zum 2:0 gelungen.

„Ich hoffe, dass dieser Sieg eine Signalwirkung hat und wir endgültig gemerkt haben, dass wir nur erfolgreich sein können, wenn wir auch trainieren“, sagte Habibpur, der in letzter Zeit längst nicht alle Spielerinnen zu den Trainingseinheiten begrüßen konnte.

Eventuell liegt es daran, dass Union als Tabellendritter (25 Punkte) schon lange keine Aufstiegschancen mehr hat; das dominante Führungsduo aus HSV (39 Pkt.) und TSC Wellingsbüttel (36) macht die Meisterschaft unter sich aus. „Unser Saisonziel ist nun der Pokalsieg“, sagt Habibpur. Die Chancen stehen gut: Im Oddset-Halbfinale treten die Tornescherinnen am 23. oder 24. März beim klassentieferen Landesligisten Hamburger SV II an.