Pinneberg
Hallenfußball

Union Tornesch schöpft Selbstbewusstsein

Die Tornescherin Josefin Lutz (l.) war mit insgesamt zehn Treffern beste Torjägerin beim Cup in Horst.

Die Tornescherin Josefin Lutz (l.) war mit insgesamt zehn Treffern beste Torjägerin beim Cup in Horst.

Foto: Johannes Speckner

Der Oberligist gewinnt den Volksbank-Cup des VfR Horst. Team tritt auch bei Hamburger Futsalmeisterschaft an und hofft auf Pokalsieg.

Tornesch.  „Ich war ja auch mal Futsaler, als ich jung war. Und in meiner Heimat Iran ist dieser Sport beliebter als Fußball“, sagt Mahdi Habibpur (37). Der Trainer des FC Union Tornesch nimmt mit einem Teil seiner Mannschaft auch an der Hamburger Futsalmeisterschaft der Frauen am
20. Januar in der Pinneberger Johannes-Brahms-Halle teil.

Futsal ist eine Variante des Hallenfußballs – der Ball ist etwas kleiner und schwerer – und vor allem für Edeltechniker geeignet. Dass die Tornescherinnen als Oberliga-Dritter auch drinnen zu überzeugen wissen, bewies der
FCU zuletzt beim Volksbank-Cup des VfR Horst, bei dem insgesamt 20 Frauenteams angetreten waren.

Das Endspiel gewann Union Tornesch mit 5:4 nach Neunmeterschießen gegen den SV Henstedt-Ulzburg II. Vom Punkt aus trafen Alina Wachter, Torhüterin Saskia Schippmann und
Josefin Lutz, die mit insgesamt zehn Toren aus dem Spiel heraus an beiden Turniertagen auch beste Torjägerin wurde. Zuvor hatten Johanna Stutzke und Lutz ein 2:2 in der regulären Spielzeit herbeigeführt.

Anders als einige Trainerkollegen ist Coach Habibpur den Hallensport, der eine erhöhte Verletzungsgefahr in sich birgt, schon wichtig. „Ich mag das. Die Atmosphäre ist schön, die Spielerinnen können mehr tricksen. Außer Schippi haben alle getroffen. Das ist auch gut für das Selbstbewusstsein“, sagte Habibpur. Torhüterin Schippmann konnte mit einem Schuss immerhin einen Lattentreffer verbuchen.

Dass die eigene zweite Mannschaft das Halbfinale erreichte, dort dem späteren Zweiten SVHU II mit 1:2 unterlag und immerhin Vierter wurde, freute Habibpur indes fast noch mehr als der eigene Erfolg. Beim FCU II werden
junge Spielerinnen für das Oberliga-Team ausgebildet. „Wir sind ja quasi eine Mannschaft. In der Rückrunde werden auch immer wieder Spielerinnen in unserem Landesliga-Team aushelfen“, sagt der FCU-Trainer.

Denn: Mit elf beziehungsweise
14 Punkten Rückstand auf das Spitzenduo HSV und Wellingsbüttel kann Tornesch voraussichtlich nicht mehr in den Titelkampf der Oberliga eingreifen. Der FCU II (9 Punkte) kämpft eine Klasse tiefer gegen den Abstieg und hat als Elfter unter zwölf Teams derzeit sechs Punkte Abstand zum rettenden Ufer. Auf dem Relegationsplatz zehn rangieren die punktgleichen Bramfelderinnen. Dabei sollten die Tornescher Verantwortlichen gewissenhaft eine Strichliste führen, weil Fußballerinnen ab dem fünften Einsatz in einer Mannschaft nicht mehr in ihrem ursprünglichen Team eingesetzt werden.

2020 peilt Tornesch, das an diesem Sonnabend in Henstedt-Ulzburg beim nächsten Turnier antritt, dann wieder den Aufstieg in die Regionalliga an. In diesem Jahr hofft der Trainer darauf, dass sich die Favoriten gegenseitig aus dem Pokalwettbewerb kegeln, damit seine Spielerinnen am Ende die Trophäe in die Höhe heben können. Zum Viertelfinale geht es am 17. Februar bei Staffelkonkurrent SC Victoria.

Der in der Oberliga abstiegsbedrohte SC Egenbüttel soll, sofern es die Witterungsbedingungen zulassen, am 20. Januar sein Pokalachtelfinale gegen den hochfavorisierten Wellingsbüttel austragen. Die Egenbüttelerinnen schieden in Horst als Gruppenvierter vor dem Moorreger SV vorzeitig aus. Der FC Elmshorn ebenfalls.
Der TuS Appen erreicht die Zwischenrunde und wird in Gruppe E Vierter.