Kreis Pinneberg

Gute Aussichten für die Wedeler Musiktage

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Hat jetzt wieder gut lachen: Die rumänische Pianistin Alina Bercu wird nun doch noch bei den verschobenen Wedeler Musiktagen auftreten können. Sie musiziert mit dem deutsch-russischen Pianisten Grigory Gruzman am 26. September.

Hat jetzt wieder gut lachen: Die rumänische Pianistin Alina Bercu wird nun doch noch bei den verschobenen Wedeler Musiktagen auftreten können. Sie musiziert mit dem deutsch-russischen Pianisten Grigory Gruzman am 26. September.

Foto: Wedeler Musiktage / HA

Mit weniger Besuchern und mehr Lüften soll Klassik-Fest in beiden letzten Septemberwochen nachgeholt werden. Es gibt noch Karten.

Wedel. Lange geplant, dann verschoben, nun nachgeholt: Das ist die Kurzversion für die Wedeler Musiktage in diesem Jahr. Das bedeutet aber auch: Am Ende wird alles gut. Denn nun müssen Freunde des kulturellen Hochgenusses nicht mehr lange warten. Im Rist Forum in Wedel (Am Redder 8) wird schon in weniger als zwei Wochen groß musiziert. Vom 19. September bis zum 27. September wird es – leicht abgespeckt – immerhin fünf Veranstaltungen der Wedeler Musiktage geben.

Eigentlich hätten schon im März Gesang und Instrumente zu hören sein sollen – aber im März wurde alles anders, nicht nur den Musiktagen grätschte ein Virus namens Corona dazwischen. Die meisten Angebote können jetzt trotzdem nachgeholt werden. Lediglich zwei geplante Veranstaltungen müssen ausfallen, erzählt Christian Sinn, Geschäftsführer bei der Organisationsfirma Elbmenschen.

Der kleine Nachholtermin-Marathon startet am übernächsten Sonnabend (19. September), wenn das Trio „Rings & Strings“ das Publikum mit Balladen und Chansons beglücken wollen. Der Auftakt für die Musiktage beginnt 19.30 Uhr. Das Trio hat Stücke von namhaften Komponisten wie Johannes Brahms oder John Lennon im Gepäck.

Schon am Sonntag, 20. September, geht es mit dem Barockorchester Elbipolis aus Hamburg weiter. Überschrieben ist das Spätnachmittagskonzert (Beginn: 17 Uhr) mit „Von Tagträumern und Nachtschwärmern“. Ein Gesicht wird dabei vielen vertraut vorkommen. Jürgen Groß, Konzertmeister des Barockorchesters, ist neuer Leiter der städtischen Musikschule Wedel. Ein üppig instrumentierte Konzertgenuss ist zu erwarten – von Violine bis Kontrabass und Fagott bis Oboe ist alles dabei. Im Rist Forum kommen Stücke von Antonio Vivaldi oder Alessandro Scarlatti zu Gehör.

Die folgenden Woche steht im Zeichen der Jugend. Am Mittwoch, 23. September, gehört die Bühne den Preisträgern des Musikpreis Rotary Club Wedel. Der musikalische Nachwuchs im Alter von zwölf bis 19 Jahren wird ab 19.30 Uhr Werke von Ludwig van Beethoven oder Johann Sebastian Bach in die Stadt bringen.

Das letzte Septemberwochenende rundet die Wedeler Musiktage dann ab. Am Sonnabend, 26. September, werden Alina Bercu und Grigory Gruzman, der „schon immer bei den Musiktagen dabei ist“, so Christian Sinn, mit einem Klavierabend das Publikum begeistern wollen. Ab 19.30 Uhr sind dabei Stücke von Ludwig van Beethoven, Peter Tschaikowsky oder Frederic Chopin zu hören.

Das Jazzfrühstück am darauffolgenden Sonntag, 27. September, beginnt um 10 Uhr. Es wird von „Elbsound Five“ begleitet. Ganz klassisch besetzt mit Klavier, Saxophon, Schlagzeug und Bass.

Wen es nun selbst in den Fingern juckt oder wer von einem Profi lernen möchte, kann sich für einen Klavier Meisterkurs vom 25. bis 27. September bei Grigory Gruzman anmelden. Zuschauen ist natürlich auch erlaubt. Weitere Informationen dazu liefern die Internetseiten: msh-wedel.de und wedeler-musiktage.de

Weil bei allen Veranstaltungen die Abstände eingehalten werden müssen, wird jedes Konzert im Rist Forum Am Redder 8 in Wedel stattfinden. Andere Örtlichkeiten hätten nicht den nötigen Platz geboten, so Christian Sinn. Statt der zuerst eingeplanten 250 Besucher, dürfte man jetzt nur noch maximal 150 Menschen reinlassen. Da aber selbst bei dieser Menge mit Platzproblemen, wie zum Beispiel im Eingangsbereich, zu rechnen sei, werden nur 110 Personen kommen dürfen.

Zu den zwei Veranstaltungen, die nicht nachgeholt werden, erklärt Christian Sinn, dass die aktuellen Einschränkungen einen Ersatztermin nicht zugelassen haben. Davon betroffen sind eine Chornacht, bei der sonst jährlich bis zu fünf Chöre auftreten und „Johann Rist und das Treffen in Telgte“. „Es ist momentan nicht möglich, mehrere Chöre mit genügend Abstand auf die Bühne zu stellen“, sagt Sinn.

Während aller Veranstaltungen werden zudem Türen und Fenster offengehalten, um den Saal lüften zu können. Das jeweils etwa 90 Minuten lange Programm der Künstler wird alle 30 Minuten durch eine 15-minütige Pause unterbrochen, um zu lüften.

Aus gegebenem Anlass würden auch keine Speisen angeboten, so Christian Sinn. Lediglich Getränke könne man im Foyer kaufen. Auch beim Jazzfrühstück stünde es noch offen, ob es ein Buffet oder Bedienung am Sitzplatz gebe.

Karten für die Wedeler Musiktage können online unter reservix.de und an den bekannten Vorverkaufsstellen, wie am Buchhaus Steyer, erworben werden. Wer plant, sich alle Konzerte im Rist Forum Am Redder 8 in Wedel anzuschauen, bekommt das Festivalticket für 75 Euro . Nur für das Jazzfrühstück gibt es keine Karten mehr. Die Preise liegen pro Einzelveranstaltung bei 15 bis 20 Euro. Schüler und Studenten erhalten 50 Prozent Rabatt. Einlass ist jeweils eine Stunde vorher.

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